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Der Engineered Stone „DNA Urbano“ trägt den Staub der städtischen Straßen in sich

Stone Italiana: „DNA Urbano“.

Die Firma Stone Italiana bekommt das Ausgangsmaterial für ihr neuestes Produkt von den Kehrmaschinen aus dem Hinterland von Mailand

Die Natursteinbranche hat als eines ihrer Marketingargumente, das der Stein Heimat in sich trägt.

Zu diesem Thema gibt es nun eine zauberhafte Abwandlung aus dem Bereich des Engineered Stones: die Firma Stone Italiana verwendet Straßenstaub als Ausgangsmaterial für ihre Kunststeine. Konkret ist damit jenes Gemisch aus größeren Partikeln gemeint, das nach einem Regen im Rinnstein liegenbleibt und irgendwann von den Kehrmaschinen aufgenommen wird.

Das Material wird von der Firma CEM Ambiente Spa in etwa 50 Gemeinden im Hinterland von Mailand eingesammelt, gesäubert, sortiert und danach von Stone Italiana mit Harz als Klebstoff zum Engineered Stone mit dem schönen Namen „DNA Urbano“ verarbeitet.

Stone Italiana: „DNA Urbano“.

Die Bezeichnung spielt darauf an, dass es bei dem Ausgangsmaterial um die elementare Basis des Lebens in einer Stadt geht – folglich kann man in DNA Urbano auch durchaus Splitter einer Sonnenbrille, ein kleines Stückchen aus einer Platine oder ein paar Millimeter eines Eisendrahts finden.

Allerdings lassen sich aus solch einer Vielfalt an Fragmenten nicht ohne Weiteres Boden- oder Wandplatten herstellen. Zugegeben werden muss eine bestimmte Fraktion an Quarzsand, der die Zwischenräume zwischen den sehr unterschiedlichen Bestandteilen auffüllt, und als Kleber 6-7% Harz.

Damit erreicht DNA Urbano das europäische Ecolabel. Schließlich stammt das Ausgangsmaterial zu 100% aus dem Recycling.

Ein wenig Ähnlichkeit im Aussehen hat das neue Material mit Terrazzo, bei dem Steinsplitter in Zement eingebunden werden.

Stone Italiana wurde 1979 gegründet und war nach eigenen Angaben weltweit der erste Hersteller, der mit Engineered Stone auf den Markt kam. „Über die Jahre war unsere Produktion ein Nachdenken über neue Wege, Naturstein zu verwenden – von uns ging eine Revolution aus, als was Stein begriffen wird“, heißt es weiter in den Pressematerialien.

Man habe nie versucht, die Natur zu imitieren. Vielmehr sei der Kern der Firmenidee das Experimentieren und ebenso die ständige Suche nach neuen Wegen, was sich aus Stein machen lasse.

Ihren Showroom hat die Firma mit Sitz in Zimella (Provinz Verona) übrigens in Mailand nur ein paar Schritte vom Dom entfernt (Via degli Arcimboldi, 5, 20123 Milano).

Man könnte sich vorstellen, dass dort am Dom eines Tages die Touristen Marmor von den Fassaden kratzen, um zuhause daraus Erinnerungsstein an ihre Europareise herstellen zu lassen.

Stone Italiana

Fotos: Stone Italiana

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(11.10.2016)