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Kunstwerke in Kalkstein, Granit und Quarzit aus der Zeit des großen Pharaos vor 4000 Jahren

Kopf des Königssohnes Chaemwese (?). Regierungszeit Ramses II., um 1250 v. Chr., Memphis (?), Quarzit. © Berlin, SMB Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Foto: Sandra Stei

Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe zeigt bis Juni 2017 die Austellung „Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil“

Sein Name steht für Ägypten wie die Pyramiden: Ramses der Große war der mächtigste aller Pharaonen, hatte der Legende nach 100 Kinder und wurde schon zu Lebzeiten als Gott verehrt. Erstmalig in Deutschland zeigt das Badische Landesmuseum im Schloss Karlsruhe noch bis zum 18. Juni 2017 die große Sonderausstellung „Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil.

Zu sehen sind unter anderem Steinmetzarbeiten von vor rund 4000 Jahren, teils im relativ weichen Kalkstein aber auch in extrem harten Granitsorten. Dei Regierungszeit von Ramses II. dauerte von 1279 bis 1213 v. Chr.

66 Jahre, so lange wie kein anderer, herrschte er über Ägypten. Aus einer jahrzehntelangen Krise führte er sein Land innenpolitisch zu einer kulturellen und wirtschaftlichen Blüte, wie es nach ihm keinem Pharao mehr gelang.

Kopf einer frühen Statue Ramses II. Regierungszeit Ramses II. (1279–1213 v. Chr.), Theben (?), Granodiorit. © Hildesheim, Roemer- und Pelizaeus-Museum,  Foto: Sh. Shalchi

Sein diplomatisches Geschick gipfelte im ältesten schriftlichen Friedensvertrag der Weltgeschichte, den er nach der berühmten Schlacht von Kadesch mit den aus Anatolien stammenden Hethitern aushandelte.

Und schließlich überzog Ramses zur Demonstration seiner imperialen Macht sein Reich mit gewaltigen Tempelanlagen und Kolossalstatuen: Abu Simbel, das Ramesseum in Theben und der Säulenhof des Luxor-Tempels.

Ramses II. erhält das Leben von den Gottheiten Horus und Isis um 1275 v. Chr., Abydos, Tempel Ramses II., Kalkstein mit Bemalung. © Paris, Musée du Louvre, Département des Antiquités égyptiennes, Foto: bpk / RMN – Grand Palais/Franck Raux

Von dieser Monumentalität gibt die Ramses-Ausstellung anhand von Modellen und überdimensionalen Inszenierungen einen unvergesslichen Eindruck. Zu den Exponaten gehören Statuetten fremder Götter und kostbare Objekte sowie Textzeugnisse, die den intensiven diplomatischen Austausch zwischen den Herrschern Vorderasiens und dem Pharao belegen.

Einige von Ramses Angehörigen, wie sein Sohn Chaemwese oder seine Gemahlin Nefertari, werden mit einzigartigen Fundstücken aus deren Gräbern vorgestellt. Zudem präsentiert die Ausstellung neueste Forschungsergebnisse der Ausgrabungen in der von Ramses errichten Hauptstadt Pi-Ramesse (Haus des Ramses).

So gewinnt der Besucher ein umfassendes Bild einer faszinierenden Persönlichkeit und seiner Zeit: Ramses als Familienmensch, Feldherr, Pharao, Bauherr und Gott. (evma)

Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil“, Badisches Landesmuseum Karlsruhe, bis 18. Juni 2017

Quelle: Landesmuseum

Stele mit Ramses II. und Astarte Regierungszeit Ramses’ II. (1279–1213 v. Chr.), Pi-Ramesse / Qantir (?), Kalkstein. © Paris, Musée du Louvre, Département des Antiquités égyptiennes, Foto: bpk / Musée du Louvre, Dist. RMN – Grand Palais/Christian DecampsAusstellungsplakat. Grafik: Danica Schlosser. © Badisches Landesmuseum

(23.02.2017)