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Beistelltische zusammengesetzt aus den Musterplatten, die in den Architekturbüros herumliegen

Josh Carmody: „Remnant Series“.

Designer Josh Carmody aus Australien zeigte auf der Ventura Lambrate in Mailand eine originelle Idee für das Upcycling von Naturstein-Reststücken

Upcycling ist eine Spielart des Recyclings, bei der ein Reststück durch kluges Design oder pfiffige Verwendungsideen einen neuen, höheren Wert bekommt. Josh Carmody, Designer aus Melbourne, Australien, zeigte auf der Ventura Lambrate in Mailand (04.-09. April 2017) eine besonders schöne Spielart dieser Idee.

Ausgangspunkt seines Design war die Frage: Was kann man aus den größeren Marmor- oder Granitstücken machen, die die Architekturbüros haufenweise als Materialmuster bekommen und die am Ende doch nur in einer Ecke herumliegen?

Mehr noch, fügen wir hinzu: Kann man etwas daraus machen, bei dem der ursprüngliche Zweck dieser Muster erhalten bleibt, nämlich das Material in seiner Schönheit zu zeigen?

Josh Carmody: „Remnant Series“.

Carmody, selber von Haus aus Architekt und mit langen Jahren Erfahrung in einem Planungsbüro, hat für seine Kollektion „Remnant Series“ (Serie aus Resten) Tischbeine entwickelt, in die sich die Musterplatten einklemmen lassen. Das gelingt mit einer einfachen Verschraubung, die man auch wieder lösen kann.

Josh Carmody: „Remnant Series“.

Beim Prototyp, der in Mailand gezeigt wurde, ist die Halterung aus Messing. Jedoch sind auch billigere Materialien möglich. Die maximale Dicke der Tischplatte beträgt 3 cm. Die Höhe der Tischbeine ist variabel.

Auch spielerische Varianten sind möglich.

Josh Carmody: „Remnant Series“.

Oder, wie Carmody auf seiner Webpage schreibt: „Das System ist so konzipiert, dass man damit Tischplatten in jeder Größe, jedem Layout und jeder Form herstellen kann.“

Josh Carmody Studio

Fotos: Josh Carmody

(12.05.2017)