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Die Küchenbranche wuchs 2016 vor allem im Luxus-Bereich mit Projekten über 20.000 €

Es ist der Farb- und Materialmix, der in diese Küche einlädt, schreibt die Arbeitsgemeinschaft Moderne Küche (AMK). Foto: AMKZahlen der Arbeitsgemeinschaft Moderne Küche (AMK) und des Marktforschungsunternehmens GfK belegen weiter steigende Bedeutung des neuen Statussymbols und des „genussvollen Kochens“

Für die deutsche Küchenindustrie war 2017 wiederum „ein Rekordjahr“, wobei die Steigerungen im Umsatz vor allem im Bereich der Luxus-Küchen von über 20.000 € erzielt wurden. Diese Erkenntnisse stellten Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Moderne Küche (AMK) und ein Vertreter des Marktforschungsunternehmens GfK bei einer Pressekonferenz der AMK in Köln vor.

Danach wurde im Jahr 2016 ein Gesamtumsatz in Höhe von 11,58 Milliarden € erzielt. Gegenüber dem Vorjahr mit 11,03 Milliarden € war das eine Steigerung um 4,99 % wie Kirk Mangels von der AMK sagte. Zwar konnte damit das Rekordwachstum des Vorjahrs von 7 % nicht wieder erreicht werden. Jedoch muss man berücksichtigen, dass sich die Umsätze auf sehr hohem Niveaus bewegen.

Quelle: AMK

Die Umsatzzahlen umfassen Küchenmöbel, Elektro-/Einbaugeräte, Spülen und Zubehör.

Markus Wittmann vom GfK konstatierte in seinem Vortrag ein „starkes Mengen- und Umsatzwachstum im Bereich über 10.000 € Auftragswert“. Während es über alle Preisklassen ein Wachstum von 4,9 % gab, erzielte das Marktsegment über 20.000 € ein Plus von 18,1 %. Überdurchschnittlich war auch der Bereich zwischen 10.000 und 20.000 € mit + 6%.

Quelle: GfK

AMK-Chef Kirk Mangels weiter: „Man kann es nicht oft genug betonen: Die Küche wird zum Mittelpunkt des Zuhauses und einmal mehr auch zum Statussymbol der Deutschen.“

Neue Lebensentwürfe haben seiner Ansicht nach dazu geführt, dass die Deutschen während der Woche „etwas weniger“, dafür aber „am Wochenende mehr und mit Genuss kochen“. Vor 30 Jahren habe es dieses genussvolle Kochen überhaupt nicht gegeben. Vielmehr sei am Wochenende zur Belohnung der Hausfrau die Küche kalt geblieben.

Heutzutage hingegen führe ein verändertes Rollenmodell auch zu einer neuen Nutzung der Küche: Beide Partner seien gleichermaßen zuständig für das Kochen genauso wie für das Geldverdienen und die Kindererziehung.

Ein weiterer Grund für die steigenden Investitionen in die häuslichen Küchen sei neben der guten Wirtschaftslage in Deutschland auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die keine Anreize zum Sparen biete: „Da ist das Geld in eine neue Küche deutlich besser angelegt.“

Arbeitsgemeinschaft Moderne Küche (AMK)

GfK

(28.05.2017)