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„Marble House“ in Bangkok: Keramikplatten an den Fassaden als Namensgeber

Openbox Architects: „Marble House“.

Die Architekten des Studios Openbox verwenden in ihrer Beschreibung des Gebäudes viele Eigenschaften des Natursteins

Seit einiger Zeit weisen wir immer wieder darauf hin, wie perfekt die Keramikindustrie inzwischen die verschiedenen Sorten von Naturstein nachahmt. Dieser Tage bekamen wir ein Beispiel auf den Tisch, wie sehr auch schon die Architekten Original und Kopie gleichsetzen: Es handelt sich um das „Marble House“ in Bangkok, Thailand.

Die Außenfassaden und die meisten Innenwände sind mit großen Keramikplatten verkleidet. Lieferant war das Boonthavorn World Ceramic Center.

Schon im Namen des Hauses ist klar, dass hier der Marmor als Markenzeichen verwendet wird. Das ist auch üblich so – wer Marmor hat, spricht darüber.

Manche Begriffe in der Beschreibung für das „Marble House“ sind direkt aus der Welt der Bildhauerei entnommen. So schreiben die Architekten des Studios Openbox: „Nach der Grundidee der Architekten sollen die Bewohner sich ihren eigenen Lebensraum in eine monolithische Marmor-Skulptur hineinmeißeln.“

Openbox Architects: „Marble House“.Openbox Architects: „Marble House“.

Auch wird Bezug genommen auf die Tatsache, dass Marmor ein Material der Natur ist. So sind die rechteckigen Quader am Rand der Terrasse ebenfalls mit Keramik verkleidet und sollen die Verbindung zwischen dem Bauwerk aus Menschenhand und der Landschaft herstellen: „Abfallstücke aus dem Marmor sind zu Boden gefallen und dabei zum Teil der Natur geworden, isoliert, aber optisch so stark miteinander verbunden, dass sie Teil des Marmor-Monolithen sind.“

Bekannt ist, dass Naturstein sehr gute Werte in Sachen Wärmeschutz hat. Auch das taucht in der Beschreibung der Architekten über die Keramikverkleidung auf: „Als äußere Haut vor einer Mauer aus Backstein hat sie die Funktion eines Wetterschutzes, schützt das Haus vor direktem Sonnenlicht und der Sommerhitze in Bangkok, und hilft so, die Innentemperaturen im Haus niedrig zu halten.“

Openbox Architects: „Marble House“.

Schließlich noch zur Architektur als solcher, wie sie die Architekten sehen: Als Besonderheit werden unter anderem die „privaten Balkone“ herausgestellt. Rücksprünge in der Fassade im 1. Obergeschoss schaffen „wie Taschen Zonen der Privatheit“, heißt es.

Der Garten lasse natürliches Licht und Ventilation in alle Bereiche. „Bambus im Innenhof macht mit den Bewegungen seiner Äste und Blätter den Wind sichtbar.“

Fazit der Architekten: „Das Spiel von Materialien, Raum und Formen erzeugt einen nahtlosen Fluss von außen nach innen und von innen nach außen und schafft starke Verbindungen zwischen Architektur, Landschaft und Interieur.“

Openbox Architects

Fotos: Wison Tungthunya

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(24.08.2017)