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Geschäftslage im deutschen Handwerk insgesamt mehr als positiv

Knowhow ist die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der Handwerker. Foto vom Gelände der Steinmetzschule in Wunsiedel.

Im Schnitt erreichten die Betriebe 2016 eine Umsatzsteigerung um 3%, bei den Steinmetzen waren es immerhin +0,5%

Das deutsche Handwerk konnte seinen Umsatz im Jahr 2016 in Schnitt um 3% steigern und lag damit über dem Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre. Die größten Zuwächse verzeichneten das KFZ-Gewerbe und die Zimmerer mit einem Plus von jeweils 5,5%.

Relativ hingegen gering fielen dagegen die Zuwächse in vielen anderen Handwerksgruppen aus. Bei den Steinmetzen gab es eine Umsatzsteigerung um 0,5%. Generell deutlich positiv entwickelten sich Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe mit Umsatzsteigerungen von 2,1% beziehungsweise 2,9%.

Quelle: RWI Konjunkturbericht 2017

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Auswertung des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung mit Sitz in Essen. Sie zeigt, dass das deutsche Handwerk im vergangenen Jahr offenbar von den konjunkturellen Impulsen der Inlandsnachfrage profitieren konnte. Allerdings entwickelte es sich schwächer als die Gesamtwirtschaft, etwa die Industrie.

Für das Jahr 2017 erwartet das RWI ein nominales Umsatzplus des Handwerks um 2 bis 2,5 Prozent. Unterstellt man eine Preissteigerung von 1,8 Prozent, läge der reale Zuwachs damit zwischen 0,2 bis 0,7 Prozent.

Auch der Konjunkturbericht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) hatte insgesamt von „bester Stimmung“ bei den Betrieben gesprochen: „Die gute binnenwirtschaftliche Entwicklung, die wachsende Erwerbstätigkeit und das günstige Zinsumfeld beflügeln die gesamtwirtschaftliche Konjunktur und insbesondere die Geschäfte des Handwerks.“

In seiner Darstellung zitiert er auch den Bundesverband der Deutschen Steinmetze (BIV), der sich bei den Erwartungen für 2016/2017 zwar nicht euphorisch, aber doch eindeutig positiv geäußert hatte: „Rund die Hälfte der Steinmetzbetriebe beurteilt ihre gegenwärtige konjunkturelle Situation als gut, die andere Hälfte als befriedigend.“

Weiter heißt es in dem BIV-Bericht, der von der Webseite des Verbands heruntergeladen werden kann: „Der Bereich Grabmal ist weiterhin für ca. die Hälfte des Umsatzes verantwortlich, gefolgt von den Bereichen Bau, Restaurierung und Gartengestaltung.“ In der Vorausschau auf das Jahr 2017 hatten rund drei Viertel der Betriebe „eine gleichbleibende Situation“ erwartet.

RWI Konjunkturbericht 2017

ZDH-Konjunkturbericht 2017

BIV-Konjunkturbericht Herbst 2016/17

(05.09.2017)