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„HyparVault“: Gewölbe aus sattelförmigen Elementen aus Kalkstein

New Fundamentals Research Group: „HyparVault“. Foto: Maurizio Barberio.New Fundamentals Research Group: „HyparVault“. Foto: Maurizio Barberio.

Die New Fundamentals Research Group hat wieder eine Konstruktion nach dem uralten Prinzip selbsttragender Konstruktionen errichtet

Die Technologie ist ausgereift und die Beteiligten beherrschen die uralte und gleichzeitig innovative Bauweise inzwischen perfekt. Wie um das zu beweisen, hat die New Fundamentals Research Group kürzlich wieder ein selbstragendes Gewölbe aus Steinelementen quasi im Vorbeigehen montiert.

Wir hatten das Prinzip bereits beschrieben: es beruht auf der uralten Bauweise von Gewölben, die sich aufgrund des Eigengewichts der Bausteine selber tragen. Aufgrund der besonderen Konstruktion wurden hier Stahlstangen eingezogen, die unter Spannung stehen.

„HyparVault“ (HyparGewölbe) nennt die Forschergruppe aus Architekten, Statikern und Programmierern diese Arbeit. Denn sie besteht aus Hypar-Elementen: das sind Bausteine mit der Form eines Sattels, die es hierfür in 2 Varianten gibt und die durch geschickte Anordnung vielfältige Gewölbeformen ermöglichen.

New Fundamentals Research Group: „HyparVault“. Foto: Maurizio Barberio.

Für die Montage werden sie auf einer Unterkonstruktion ausgelegt, und bevor diese entfernt wird, werden die Stahlstangen eingezogen, gespannt und in den Fundamenten verankert.

Die Elemente lassen sich mit einem Diamantseil und einer -säge nicht nur kostengünstig schneiden. Bei der Herstellung fällt auch fast kein Abfall an, da die einzelnen Elemente praktisch wie Scheiben hintereinander aus dem Rohstück geschnitten werden.

Mehr noch: in vorhergegangenen Versuchen wurde schon ein Kunststein verwendet, der aus Kalksteinmehl und Zement gefertigt worden war. Wir hatten berichtet.

Verwendet wurde diesmal der französische Kalkstein Anstruide Roche.

Die Elemente hatte die Firma SNBR in Troyes, Frankreich mit Hilfe einer 5-achsigen Maschine von T&D Robotics zurechtgeschnitten. Dort ist der HyparVault auch aufgestellt.

New Fundamentals Research Group

SNBR

T&D Robotics

New Fundamentals Research Group: „HyparVault“. Foto: Bertrand LaucournetNew Fundamentals Research Group: „HyparVault“. Foto: Giuseppe ScaltritoNew Fundamentals Research Group: „HyparVault“. Foto: Maurizio Barberio.

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(13.10.2017)