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Der Steinbildhauer Jago wurde auf der Marmomac als „Master of Stone“ ausgezeichnet

Steinbildhauer Jago.

Er „bringt Vergangenheit und Tradition mit Kreativität, Erfindungsgeist und moderner Vision“ zusammen, schreibt die Jury

Der Steinbildhauer Jago Jacopo Cardillo wurde während der Marmomac als „Master of Stone“ ausgezeichnet. Er ist ein junger Bildhauer aus der Stadt Frosinone nördlich von Rom und besser bekannt unter dem Künstlernamen Jago.

Die Jury der Marmomac schreibt, dass er „Vergangenheit und Tradition mit Kreativität, Erfindungsgeist und moderner Vision zusammengebracht hat. Seine geübten Hände machen aus Marmor etwas sehr Lebendiges and Warmes.“

Eines seiner jüngsten Werke ist „Habemus Hominem“, 2016 fertiggestellt, das sich auf Papst Benedikt bezieht. Ein Video der Bildhauerarbeit zeigt eine Büste des Kardinals Ratzinger, die sich im Verlauf der Arbeit zu einem nackten Oberkörper des alt gewordenen Papstes wandelt.

In vielen seiner Werke verstört der 30-jährige Künstler ganz gezielt den Betrachter, etwa wenn er die weit vebreitete Armut in der Welt oder die Unmenschlichkeit zum Thema macht.

In der Selbstdarstellung auf seiner Webpage erwähnt er, dass er die Accademia di Belle Arti in seiner Heimatstadt besuchte und fügt gleich hinzu, dass er sie „ohne Abschluss verließ“. Dennoch wurde er 2011 für den italienischen Pavillon auf der Kunstbiennale in Venedig ausgewählt.

Die Master of Stone Awards stehen in der Tradition der alten Freien Künstlergilde in Verona aus dem Jahr 1319. Der Preis ist ein Würfel aus rotem Verona Marmor mit einer Bronzeplaketter der Gilde und einem silbernen Meißel.

Jago

(22.10.2017)