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William Turners „Ehrenbreitstein“ als animierte 3D-Szenerie der Landschaft am Rheinufer

William Turner: „Ehrenbreitstein“ (1835). Foto: Wikimedia Commons.

Sotheby’s hatte aus Anlas der Auktion des berühmten Gemäldes eine Computer Generated Imagery (CGI) erstellen lassen

Sitzt sie tatsächlich auf einem Stuhl? Was sonst noch würden wir in dem Raum finden, in dem sich Mona Lisa befindet und mit ihrem geheimnisvollen Lächeln zum Maler Leonardo da Vinci und zum Betrachter blickt? Eine neue Technology namens Computer Generated Imagery (CGI) macht es möglich, virtuell quasi in ein zweidimensionales Gemälde hineinzutreten: damit können Künstler und Programmierer aus flachen Szenen räumliche Inszenierungen machen.

Zugegeben: der räumliche Effekt ist pure Phantasie.

Ein Beispiel für den Einsatz von CGI gab Sotheby’s in Auftrag, als im Juli 2017 William Turners Gemälde „Ehrenbreitstein“ versteigert wurde.

In der Animation sind plötzlich zuvor unauffällige Details im Vorder- und Hintergrund des Bildes deutlich sichtbar. Man meint, man hätte es mit Momentaufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln zu tun.

Besonders beeindruckend wurde die CGI-Animation durch das Gedicht „Childe Harold’s Pilgrimage“ von Lord Byron, das der britische Schauspieler Steven Berkoff parallel zur Bilderschau liest. Das Gemälde illustriert eine Szene aus dem Gedicht.

Ehrenbreitstein mit der preußischen Festung. Foto: Harke / Wikimedia Commons.“

Ehrenbreitstein ist ein markanter Felsen über dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel gegenüber von Koblenz. Der Berg besteht größtenteils aus Sandstein und Schiefer. Auf dem Gipfel liegt eine preußische Festung. Ehrenbreitstein zählt zum Welterbe.

Turners „Ehrenbreitstein“ in CGI-Technologie

Sotheby’s Interpretation des Gemäldes

Festung Ehrenbreitstein

(06.12.2017)