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Ausstellung „Nicht alles, was glänzt, ist Gold“ in der Mineralogischen Sammlung der Uni Jena

Mineralogische Sammlung Uni Jena

Gold ist nicht nur ein Edelmetall, sondern auch ein Mineral, und es gibt auch natürliche „Fälschungen“, wie das Katzengold

Seit Jahrtausenden ist Gold ein Symbol für Reichtum und Klasse – heute vor allem gehortet als Barren, um den Hals der Trägerin oder das Handgelenk des Trägers. Zudem kommt kein Handy mehr ohne Gold aus und auch in der Krebstherapie macht sich das Edelmetall verdient. Die vielen Facetten von Gold beleuchtet die neue Ausstellung „Nicht alles, was glänzt, ist Gold“ der Mineralogischen Sammlung der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) bis zum 09. April 2018.

„Gold übt auf die meisten Menschen eine große Faszination aus“, sagt Dr. Birgit Kreher-Hartmann, „dabei wissen viele zum Beispiel nicht, dass es nicht nur ein Edelmetall, sondern auch ein Mineral ist.“

Die 7 Vitrinen widmen sich unter anderem primären und sekundären Goldlagerstätten. In den primären ist das Gold entstanden – wie zum Beispiel im slowakischen Hodruša. Leihgaben aus dem dort ansässigen, in der Region Banská Štiavnica gelegenen Bergbaumuseum füllen den zentralen Schaukasten der Ausstellung. Daneben vergolden Exponate aus Chile, Peru, Sibirien und Kalifornien die Auslage.

Zu den sekundären Lagern gehören Seen und Flüsse, in die das Mineral umgelagert wurde – „wir zeigen auch gewaschenes Gold aus der Saale und der Weißen Elster“, sagt Kreher-Hartmann. Ein Goldrausch sei hierzulande nicht zu erwarten, doch hin und wieder könne man auf Gold stoßen. Dies belegen auch Repliken der beiden letzten großen Goldfunde in Thüringen, die in Augenschein genommen werden können.

Mineralogische Sammlung Uni Jena

Außerdem erwarten die Besucherinnen und Besucher Erklärungen, warum Gold im Aussehen variiert. „Reines Gold ist selten“, erläutert die Jenaer Mineralogin, „oft enthält es auch Kupfer oder Silber und ist deswegen rot-gelblich oder weißlich gefärbt.“

Gezeigt werden in der Ausstellung auch Stücke, die Gold zwar im Namen, aber nicht in sich tragen: „Katzengold ist beispielsweise ein goldgelber Kirschharz, der jedoch aus Eisensulfid besteht“, erklärt Dr. Kreher-Hartmann. Weil er dem Edelmetall so täuschend ähnlich sieht, werde er zuweilen auch als „Narrengold“ bezeichnet. Zu den rund 150 Ausstellungsstücken gehören auch Parageneseminerale wie Quarz, Ankerit oder Arsenopyrit. Diese „Begleitminerale“ entstehen unter denselben Bedingungen zeitgleich wie Gold.

Die Ausstellung in der Mineralogischen Sammlung (Sellierstraße 6) kann bis zum 9. April 2018 montags und donnerstags von 13 bis 17 Uhr besucht werden, der Eintritt ist frei. An je einem Sonntag im Monat stehen die Türen ebenfalls offen.

Universität Jena, Mineralogische Sammlung

(13.12.2017)