www.stone-ideas.com

Änderung bei der ZVK seit dem 1. Januar 2018: die Betriebsrente wird stärker gefördert

Wie war es früher um die Altersversorgung der Handwerker bestellt? Steinmetzzeichen an einer Ufermauer in Saarlouis aus der Zeit Ludwigs XIV.

Mehr Steuerzuschuss, höhere Beitragsbemessungsgrenze, mehr Riester-Grundzulage / Wie genau funktioniert die Tarifliche Zusatzrente (TZR)?

Die Betriebsrente ist die älteste Zusatzversorgung im Alter. Etwa 30 Prozent der heutigen Rentnerinnen und Rentner beziehen sie neben ihrer gesetzlichen Rente. Unter den Beschäftigten sorgen rund 57 Prozent betrieblich vor.

Höhere Riester-Grundzulage und Steueranreize – das sind nur zwei von vielen Verbesserungen bei der Betriebsrente. Allerdings ist diese Art der Altersvorsorge in kleinen Unternehmen sowie bei Beschäftigten mit niedrigem Einkommen noch nicht ausreichend verbreitet.

Unsere ZVK bietet jedoch schon seit vielen Jahren nicht nur die allgemeine solidarisch aufgebaute betriebliche Altersversorgung an, sondern auch eine tarifliche Zusatzrente, wo der Arbeitgeber wie auch der Arbeitnehmer individuell vorsorgen können.

Das soll mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz noch weiter verbessert werden. Für Unternehmen wird es attraktiver, eine Betriebsrente anzubieten. Auch steuerliche Anreize sind in dem neuen Gesetz enthalten. Schließlich wird es bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung Freibeträge geben.

Die Betriebsrente wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht. Dafür gibt es neue Aufsichtsvorschriften.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vereinigt die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel unter einem Dach. Sie ist eine selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts und unterliegt der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen.

Direkter Steuerzuschuss von 30 Prozent

Gerade für Geringverdiener ist wichtig, dass sich ihre Arbeitgeber an der betrieblichen Altersvorsorge beteiligen. Nur so kann ein angemessener Versorgungsanspruch aufgebaut werden. Arbeitgeber erhalten deshalb laut Deutscher Rentenversicherung grundsätzlich einen direkten Steuerzuschuss von 30 Prozent für die betriebliche Altersversorge (u.a. „Rentenbeihilfe“) von Beschäftigten mit weniger als 2.200 Euro brutto. Sie müssen dazu Beiträge zahlen – zwischen 240 Euro bis 480 Euro jährlich.

Zudem wird der Rahmen, so die Verlautbarung, für steuerfreie Zahlungen in betrieblichen Versorgungseinrichtungen auf bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung angehoben. Die Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung liegt im Jahr 2018 bei 6.500 Euro Monatsverdienst (West) bzw. 5.800 Euro (Ost).

Mehr Riester-Grundzulage

Die Grundzulage für Riester-Sparer wird von 154 Euro pro Jahr auf 175 Euro pro Jahr erhöht. Seit 2002 besteht eine solche Möglichkeit, mit staatlicher Förderung eine zusätzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge aufzubauen. Beschäftigte mit niedrigen Einkommen und mit Kindern erreichen durch die staatlichen Zulagen besonders hohe Förderquoten auf die von ihnen eingezahlten Beiträge. Sie werden auf diesem Wege gezielt beim Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge unterstützt.

Rund 60 Prozent der Empfängerinnen und Empfänger der Riester-Zulagen haben ein Jahreseinkommen von unter 30.000 Euro. Gerade Frauen profitieren über die Kinderzulagen in vielen Fällen besonders von der Riester-Rente. Die Förderung über die Zulagen hat sich bewährt und unterstützt den Aufbau einer privaten Altersvorsorge dort, wo sie besonders gebraucht wird. Deswegen soll die Grundzulage mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz angehoben werden. Das kommt vor allem den Riester-Sparern mit geringen Einkommen zugute.

Wie genau funktioniert die Tarifliche Zusatzrente (TZR) bei der ZVK?

Wer mindestens vier Prozent seines jährlichen Bruttoeinkommens in einem zertifizierten Riester-Produkt anlegt, erhält eine jährliche Grundzulage von bisher 154 Euro (ab 2018: 175 Euro). Zusätzlich gibt es Kinderzulagen von jährlich bis zu 300 Euro pro Kind. Parallel zu den direkten staatlichen Zuzahlungen können die Beiträge zu Riester-Produkten von der Steuer abgesetzt werden.

Zusatzrenten bis 204,50 Euro bei Grundsicherung anrechnungsfrei

Freiwillige Altersvorsorge soll sich in jedem Fall lohnen. Wer eine kleine Rente bezieht und daneben Grundsicherung, für den bleiben freiwillige Zusatzrenten (einschließlich die „Rentenbeihilfe“) ab 2018 bis 204,50 Euro anrechnungsfrei. Das gilt für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie bei der ergänzenden Hilfe zum Lebensunterhalt in der Kriegsopferfürsorge.

Wer eine Tarifliche Zusatzrente abschließen will, kann sich bei Frau Schneider informieren (Tel.: 0611/97712-22, Sprechstunde von 8.30 bis 12 Uhr oder per Mail. mailto:andrea.schneider@zvk-steinmetz.de Der Steinmetzbetrieb kann sich auch bei seinem Steuerberater über entsprechende Möglichkeiten für seinen Betrieb informieren.

G.M.

Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks (ZVK Steinmetz)

(22.02.2018)