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Nur der Export von verarbeiteten Materialien, nicht der von Rohblöcken, kann ein ganzes Land wirklich reicher machen

Quelle: Weltbank

Die Weltbank hat für ihrem neuesten Report über das globale Vermögen eine neue Berechnung angewandt

In der neuen Studie der Weltbank über die Entwicklung des weltweiten Wohlstands/Vermögens ist uns eine Passage aufgefallen: „Wachstum im Vermögen wird in Teilen dadurch erreicht, dass die natürlichen Ressourcen besser genutzt und dass die Erträge daraus in Infrastruktur und Ausbildung investiert werden.“ Im Bezug auf aufstrebende Natursteinländer heißt das: nach einer ersten Phase des Exports vor allem von Rohblöcken sollte ein Land zu verarbeiteten Waren kommen; die Erträge auf jeder Stufe fließen am besten als Investionen in das Knowhow der Mitarbeiter.

Erstmals hat die Weltbank in ihrer Studie mit dem Titel „The Changing Wealth of Nations 2018: Building a Sustainable Future“ für den Reichtum eines Landes nicht einfach nur das Bruttoinlandsprodukt (BIP) benutzt, sondern als neue Faktoren auch natürliche Ressourcen wie Bodenschätze oder Wälder, Gebäude und Anlagen, Infrastruktur, Auslandsvermögen und vor allem Human Capital einbezogen.

Kernsatz ist: Das Vermögen ist in den 20 Jahren von 1995 bis 2014 zwar statistisch überall auf der Welt gestiegen, jedoch verteilt es sich auch weiterhin vor allem über die Industrieländer.

Es waren hauptsächlich asiatische Staaten, die kräftig aufgeholt haben.

Beim Wohlstand pro Kopf der Bürger hingegen sind die Unterschiede zwischen armen und reichen Staaten nach wie vor extrem. Vor allem in den Ländern südlich der Sahara gab es hier nochmal starke Rückgänge.

Als Schlüsselfaktor für den Anstieg im Wohlstand eines Landes identifizierten die Weltbank-Forscher das Human Capital, hier verstanden als das lebenslange Verdienst einer Person. „Unsere Studie räumt auf mit der alten Theorie, dass Entwicklung immer mit dem Ausschöpfung der natürlichen Ressourcen einhergeht“, so Karin Kemper, Senior Director, Environment and Natural Resources Global Practice der Weltbank.

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Angaben zu einzelnen Ländern

(07.03.2018)