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Die Marktforscher von New World Wealth analysieren, in welche Länder und Städte die Superreichen ziehen und welche sie verlassen

Die Marktforscher von New World Report ziehen aus Zuzug und Wegzug von Superreichen Rückschlüsse über die Perspektive eines Landes oder einer Stadt.

Australien, die USA und Kanada liegen bei den Zuzugsländen auf den ersten Plätzen

Die Marktforschungsgesellschaft New World Wealth analysiert in ihrem „Global Wealth Migration Review“ den Zuzug beziehungsweise Wegzug der Millionäre bis Milliardäre aus einzelnen Ländern beziehungsweise Städten. Daneben gibt es auch generelle Daten, wie sich der Reichtum in einzelnen Ländern im letzten Jahr und in der letzten Dekade verändert hat.

Die Abkürzung HNWI in den Tabellen steht für (High Net Worth Individuals). Das sind Personen mit über 1 Million US-$ Nettovermögen. Weltweit wird deren Zahl mit 15,2 Millionen beziffert.

Die Länder mit dem höchsten Netto-Zuzug an Superreichen, laut New World Report.

Danach liegen Australien, die USA und Kanada in der Reihenfolge bei den Zuzugsländen auf den ersten Plätzen. An diese Spitzenreiter in der Tabelle schließen sich mit mehr als 100 HNWI-Zuzüglern Zypern, Luxemburg, Malta, Mauritius, Monaco, Portugal und Spanien an.

Die Länder, denen die meisten Superreichen verloren gegangen sind, laut New World Report.

Bei den Ländern, denen die meisten Superreichen verloren gingen, liegt China an 1. Stelle. Andere Tabellen in der Studie sagen diesem Land jedoch umgekehrt ein anhaltend starkes wirtschaftliches Wachstum auch im kommenden Jahrzehnt voraus. Gleiches gilt für Indien.

Anzumerken ist hier, dass die Marktforscher auch weiche Faktoren wie Sicherheitsgefühl in ihre Analyse einbeziehen. Auch die Höhe von Einkommensteuer sei für die Reichen entscheidend, so die Forscher.

Die Städte, die am meisten der Großen Fische anzogen, waren Auckland in Neuseeland, Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Gold Coast in Australien.

Negative Bilanzen verzeichneten Istanbul in der Türkei, Jakarta in Indonesien und Lagos in Nigeria.

Die New World Wealth ist eine Marktforschungsgesellschaft mit Sitz in Johannesburg in Südafrika. Sie hält ihre Zahlen als aussagekräftiger über die wirtschaftliche Situationen eines Landes als das übliche Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Die Argumentation der Marktforscher ist, dass, wenn sich die Superreichen sich in einem Land niederlassen, dies ein Zeichen sowohl für gute Geschäftsaussichten als auch für angenehme Lebensumstände dort sei.

Für ihre Analyse verwerten sie Zahlen von über 150.000 HNWIs weltweit aus ihrer eignen Datenbank, analysieren Interviews zum Beispiel mit Vermögensberatern, Börsenspezialisten, Verkäufern von Luxuswaren oder Visabehörden für Einwanderungen und mehr.

Nach den Angaben aus der Studie gibt es neben den 15,2 Millionen HNWIs (Nettovermögen mit mindesten 1 Million US-$) noch nahezu 584.000 Multimillionäre (Nettovermögen von 10 Millionen US-$ oder mehr) und 2.252 Milliardäre (Nettovermögen von mindestens 1 Milliarde US-$).

Die Studie fragt auch nach deren beliebtesten Hotels, dem Freizeitvergnügen oder den Automarken.

Ein weiterer Punkt der Betrachtung sind die Vermögensunterschiede in einem Land. Einige Staaten zeigen, dass die Schere zwischen Arm und Reich im Kapitalismus nicht zwingend extrem auseinanderklaffen muss: die Länder, die den besten Ausgleich erzielen, sind Japan, Neuseeland, Norwegen, Australien, Kanada, Deutschland, Schweden, Dänemark, Südkorea und Finnland.

Global Wealth Migration Review

(26.03.2018)