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Marmor, Findlinge und Granitplatten, beinahe federleicht gemacht

Jose Dávila, „Joint effort“, 2017, Marmorzylinder, Floatglas und Spanngurte, 120 x 270 x 200 cm. Foto: Agustín Arcea

In der Hamburger Kunsthalle zeigt der mexikanische Künstler Jose Dávila Arbeiten über Balance, Masse und Schwerkraft

Der mexikanische Künstler Jose Dávila (*1974, Guadalajara) stellt noch bis zum 10. Juni 2018 sieben neue Arbeiten in der Hamburger Kunsthalle aus. Bei den meisten der Werke, die extra für diese Ausstellung mit dem Titel „Die Feder und der Elefant“ geschaffen wurden, ist Naturstein ein wichtiges Material, mit dessen Hilfe der Künstler sich mit den Themen Balance und Masse. Dabei spielt er mit der Schwerkraft, die einem Gegenstand sein Gewicht gibt, und nutzt Spanngurte, um die Kräfte sichtbar zu machen, oder Glasscheiben zu zeigen, dass auch alles manchmal scheinbar ganz aussehen kann.

Jose Dávila zählt zu den ersten Trägern des neuen internationalen Baltic Artist Award (2017), dessen Jury aus Künstlern wie dem bedeutenden portugiesischen Bildhauer Pedro Cabrita Reis besteht. Dávilas Werke waren zuletzt in Soloausstellungen im Jumex Museum in Mexico City, im US-amerikanischen Marfa Contemporary und auf der La Havana Bienniel in Cuba sowie in Gruppenausstellungen im Gemeentemuseum, Den Haag, im Centre Pompidou, Paris und im Mudam Luxembourg zu sehen.

Die aktuelle Ausstellung in Hamburg findet im Rahmen der Reihe „Neuland“ statt. Sie will Künstler zeigen, die sich laut Pressetext „in ihrem Werk mit globalen Veränderungsprozessen, mit Fragen von Identität und Verortung beschäftigen. Für den gleichnamigen Projektraum Neuland werden dafür im jährlich wechselnden Rhythmus neue Werke konzipiert.“

Jose Dávila, „Die Feder und der Elefant“, Kunsthalle Hamburg, bis 10. Juni 2018
http://www.hamburger-kunsthalle.de

Jose Dávila, „Pendulum“, 2017, weißer sardischer Granit und Flussteine. Foto: Peter BeckerJose Dávila, „The riddles have been unriddled”, 2017, Spionspiegel, 3 Flusssteine, Findling und Spanngurte. Flussteine. Foto: Peter BeckerJose Dávila, „Legacy is seldom stable“, 2017, Quader aus Sandstein Pietra Serena und Findling.Jose Dávila, „A cube symbolically has no middle point“, 2017, Floatglas (grau), Spiegel und Spanngurte, 157 x 192 x 211 cm. Foto: Agustín Arce

(27.03.2018)