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Neue Zugänge zum Thema Grabmal und Friedhof finden

Bei der mit dem 1. Preis der Kategorie A ausgezeichneten „Baumbestattung“ windet sich das Grabdenkmal aus Schremser Granit um einen Baum; in die Stirnseite ist ein Mühlespiel mit grauen und weißen Kieselsteinen eingearbeitet.

Die österreichische Bundesinnung der Steinmetze hatte einen Wettbewerb ausgeschrieben und vergab Preise in 3 Kategorien

Der österreichische Grabmalpreis sollte zur Auseinandersetzung mit der Gestaltung und Bedeutung moderner Friedhofsanlagen anregen: Neue Zugänge zum Thema Friedhof finden, lautete die Aufgabe, salopp ausgedrückt. Letztendlich ging es um die Bedeutung, die ein Grabmal für die Menschen von heute haben kann.

Dafür hatte die Bundesinnung der Steinmetze in Kooperation mit dem Steinzentrum Hallein Preise in 3 Kategorien ausgeschrieben:

* In der Kategorie A konnten fertige Arbeiten eingereicht werden, die etwa bei Sonderschauen und Ausstellungen zeigten, wie ein Grabmal als skulpturales Objekt gestaltet sein könnte. Darunter wurden solche Objekte gezählt, die als Erinnerungszeichen bereits gefertigt, aber noch nicht verkauft waren.
* In der Kategorie B wurden Grabmale aber auch Marterl oder andere Gedächtnissteine bewertet, die bereits auf Friedhöfen und anderen Gedenkorten errichtet wurden. Dabei standen der Kommunikationsprozess mit dem Kunden im Vordergrund, die Bezugnahme auf den Verstorbenen und die Einbettung des Grabsteines in die architektonische Anlage.
* Kategorie C zeichnete Bewerbungen aus, die sich mit Friedhofsanlagen, deren Struktur und architektonischer Entwicklung befassen. Hier sollten Gestaltungsbeispiele von Teilbereichen eingereicht werden, wie etwa Urnenanlagen, denen ein besonderes Augenmerk gilt. Es konnten sowohl Konzepte in Form von maßstabsgetreuen Friedhofsmodellen als auch bereits umgesetzte Ideen zur Beurteilung vorgelegt werden.

Steinzentrum Hallein

Fotos: Firmen / Wilfried Hummel

Bei der mit dem 1. Preis der Kategorie A ausgezeichneten „Baumbestattung“ windet sich das Grabdenkmal aus Schremser Granit um einen Baum; in die Stirnseite ist ein Mühlespiel mit grauen und weißen Kieselsteinen eingearbeitet.Bei der mit dem 1. Preis der Kategorie A ausgezeichneten „Baumbestattung“ windet sich das Grabdenkmal aus Schremser Granit um einen Baum; in die Stirnseite ist ein Mühlespiel mit grauen und weißen Kieselsteinen eingearbeitet. Die Jury begründete die Entscheidung damit, dass die „Baumbestattung“ einen Kommunikationsort darstellt. Kinder werden spielerisch mit einbezogen und finden einen Zugang zum Thema Friedhof. Entwickelt und ausgeführt hatte die Idee Steinmetzmeister Bernhard Baumgartner von der Baumgartner GmbH in Vöcklabruck. Die Arbeit war auf der Landesgartenschau 2017 in Kremsmünster gezeigt worden.

 
Bei den praxisbezogenen Grabmalen der Kategorie B erfüllte keine Einreichung die strengen Kriterien der Jury. Es wurden also nur zweite Preise vergeben:
Ein 2. Preis ging an Steinmetzmeister Erich Trummer aus Gnas, Steiermark, für das „Grabmal eines jungen Tischlers“ in Form einer Kombination von Naturstein und Holz.“ in Form einer Kombination von Naturstein und HolzEin 2. Preis ging an Steinmetzmeister Erich Trummer aus Gnas, Steiermark, für das „Grabmal eines jungen Tischlers“ in Form einer Kombination von Naturstein und Holz.

Ein weiterer 2. Preis ging an Steinmetzmeister Benedikt Pointner aus Hofkirchen an der Trattnach, OÖ, für sein „Irisches Kreuz“ aus grauem Marmor.Ein weiterer 2. Preis ging an Steinmetzmeister Benedikt Pointner aus Hofkirchen an der Trattnach, OÖ, für sein „Irisches Kreuz“ aus grauem Marmor.

Den 3. Platz erreichte der Wiener Steinmetzmeister Reinhard Winter für das „Grabmal eines Regisseurs“.Den 3. Platz erreichte der Wiener Steinmetzmeister Reinhard Winter für das „Grabmal eines Regisseurs“.

 
Anerkennungen für die Gestaltung persönlichkeitsbezogener Gestaltungen erhielten in der Kategorie B :Eine Anerkennung in der Kategorie B gab es für Steinmetzmeisterin Ernestine Lehrer aus Wippenham, OÖ, für ihr Grabmal „Rapp“ mit einem Bücherstapel aus weißem Marmor...Steinmetzmeisterin Ernestine Lehrer aus Wippenham, OÖ, für ihr Grabmal „Rapp“ mit einem Bücherstapel aus weißem Marmor…

... für Ernst Schumacher aus Birgitz, Tirol, für das Grabmal eines Rosenzüchters...… Ernst Schumacher aus Birgitz, Tirol, für das Grabmal eines Rosenzüchters…

... sowie für Erich Trummer aus Gnas, Steiermark, für ein Mädchengrabmal mit einem symbolischen Schmetterling. … sowie Erich Trummer aus Gnas, Steiermark, für ein Mädchengrabmal mit einem symbolischen Schmetterling.

 
In der Kategorie C für Friedhofs- und Urnenanlagen vergab die Jury 2 Anerkennungen:
Anerkennung für Schwab aus Puch bei Hallein für die 2016 eröffnete anonyme Urnenanlage in Puch mit einer Bestattungswiese für naturnahe Bestattungen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen.An Erich Schwab aus Puch bei Hallein für die 2016 eröffnete anonyme Urnenanlage in Puch mit einer Bestattungswiese für naturnahe Bestattungen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen.

Eine weitere Anerkennung ging an Bernhard Baumgartner für sein Konzept und die Umsetzung auf dem Urnenfriedhof Attnang. Eine weitere Anerkennung ging an Bernhard Baumgartner für sein Konzept und die Umsetzung auf dem Urnenfriedhof Attnang. Weil dort die vorhandenen Wandurnenplätze ausgeschöpft waren, bedurfte es der Errichtung neuer Urnenwände oder der Gestaltung eines Urnenfriedhofes. Mit der Vergabe der Anerkennung lobte die Jury, dass dank dieses Projekts keine weitere Urnenwand errichtet werden musste.

Gruppenbild der Gewinner mit Vertretern der Bundesinnung und des Steinzentrums Hallein.

Steinzentrum Hallein

Fotos: Firmen / Wilfried Hummel

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(27.05.2018)