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„Magma 04“: flüssiges Basaltimitat als Ausgangsstoff fürs Produktdesign

Studio C 37: „Magma 04“.

Das mexikanische Studio C 37 hat aus 77% mineralischem Mehl und 23% anorganischem Material einen neuen Stoff entwickelt

„Magma 04“ ist der Name, den das Designteam des mexikanischen Studios C 37 seinem neuen Material gegeben hat. Der Werkstoff besteht aus 77% mineralischem Pulver und 23% anorganischen Zugaben. Sein Aussehen kommt dem Basalt sehr nahe.

Zunächst werden die Ausgangsmaterialien in flüssiger Form angerührt. In Formen gegossen, härtet die Substanz innerhalb einer halben Stunde aus.

Ziel der Designer war, kreativen Gestaltern ein neuartiges Material an die Hand zu geben. Es lässt sich leicht und schnell bearbeiten. So kann es zum Beispiel zum Erhärten gleich in die endgültige Form gebracht werden.

Studio C 37: „Magma 04“.

Stellt man nur einen Rohling her, lässt der sich mit den üblichen Werkzeugen und Maschinen der Natursteinbranche bearbeiten.

Studio C 37: „Magma 04“.Studio C 37: „Magma 04“.

Je nach Kundenwunsch kann das Material in seiner Mischung verändert werden und so zum Beispiel wahlweise eine poröse, glatte oder polierfähige Oberfläche haben. Aktuell gibt es 4 Farbtöne (hell, medium, dunkel, schwarz), jedoch sind auch individuelle Farbmischungen möglich.

„Magma 04“ ist um 20% leichter als normaler Basalt.

Derzeit haben die Designer einige Produkte aus dem Material entwickelt. Für die Zukunft planen sie, auch die Lizenz zur Verwendung zu verkaufen.

Das Dream Team von Studio C 37.

Das Studio C 37 wurde 2013 von jungen Industriedesignerinnen gegründet. Inzwischen sind „7 Frauen und 1 Mann unser Dream Team“, heißt es auf der Webpage. Dazu kommen kooperierende Spezialisten. Technologie steht im Vordergrund der Arbeit; Ziel ist, innovative Materialien und Verarbeitungen zu entwickeln und damit wiederum neue Produkte zu schaffen.

Das Selbstverständnis lautet: „Lasst uns mit strategischen Designlösungen eine Welt bauen, in der die Menschen leben wollen.“

Dass die Beteiligen auch keine Angst vor Wissenschaft und Forschung haben, unterstreicht der Name des Studios: C 37 nimmt Bezug auf die Fibonacci-Folgen und den Winkel von 137,5 °. Beide spielen in der Natur wichtige Rollen, etwa bei der Sonnenblume, deren Körner in just diesem Winkel gegeneinander verdreht sind, so dass möglichst viele davon in die Frucht hineinpassen.

Das Studio bekam kürzlich den Mulier-Amet-Preis, den das Instituto Tecnológico y de Estudios Superiores de Monterrey (ITESM) vergibt. Der Preis geht an Frauen, die die Welt verändern.

C 37

Fotos: C 37

Studio C 37: „Magma 04“.Studio C 37: „Magma 04“.

(27.06.2018)