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Lithea: die Kultur des Mittelmeers als Inspiration für Designobjekte in Naturstein

Lithea: „Corbulas“ von Pierluigi Piu.

Die Firma mit Sitz auf Sizilien sieht das Meer zwischen Europa und Afrika als „alten Schmelztiegel voll mit Geschichten und Legenden“

„Was ist das Mittelmeer?“ fragt die Firma Lithea in einer Pressemitteilung. Sie hat ihren Sitz auf Sizilien und arbeitet mit Designern zusammen, die „besondere Bindungen“ an das Meer zwischen Europa und Afrika haben. Die neue Kollektion, im April 2018 auf der Möbelmesse in Mailand präsentiert, hat „Mediterrane Verpflanzungen“ (englisch: „Mediterranean Grafts“, italienisch: „Innesti Mediterranei“) als Titel und führt das Designthema fort, das Lithea seit ein paar Jahren verfolgt.

Lithea: „Corbulas“ von Pierluigi Piu.„Corbulas“ von Pierluigi Piu ist eines der Objekte aus der Kollektion, Dazu schreibt die Firma in ihrer Pressemitteilung: „Auf den Ebenen von Campidano auf Sardinien benutzt man große und weite Körbe, um Mehl zu lagern und zu transportieren … Die Körbe bestehen aus Flechtwerk, in das Verzierungen eingearbeitet sind, die geometrische oder Muster aus der Tier- und Pflanzenwelt tragen. Früher hingen diese Behältnisse in den Bauernhäusern als Dekoration an den Wänden. Das Designprojekt bezieht sich auf diese zweite Verwendung der Körbe und zeigt ihre Böden. Lampen dahinter schaffen eine spezielle Stimmung.
Material: es gibt 7 runde Platten mit 90, 80, 70 und 60 cm Durchmesser aus dem Kalkstein Crema Tunisi und dem Marmor White Diocleziano.“
 

Lithea: „Caltagirone“ von Elena Salmistraro.„Caltagirone“ von Elena Salmistraro hat seinen Namen nach dem Dorf unweit der Stadt Catania: „Es ist eine Neuinterpretation der feinen Majolica-Keramik von dort. Der Belag mit Kupfer hebt bestimmte Strukturen hervor.
Material: Platten von 300 x 500 cm in dem Kalkstein Pietra Pece, der nur in der Nähe von Ragusa gewonnen wird. Wegen seiner Färbungen von grau bis dunkelbraun wird auch als „asphaltischer Fels“ tituliert. Außerdem trägt er Adern und Fossilien. In der Vergangenheit wurde er viel für Kirchen oder Gebäude der Aristokratie im Südosten Siziliens verwendet.“
 

Lithea: „Monreale“ von Elena Salmistraro.Lithea: „Monreale“ von Elena Salmistraro.„Monreale“ von Elena Salmistraro: „So wie sich in der Stadt Monreale europäische und afrikanische Kulturen treffen, so sind hier geometrische Arabesken zusammengebracht, überlagern sich und schaffen so eine dreidimensionale Textur mit einem zeitgemäßen Erscheinungsbild. Einlagerungen von Metallen greifen ähnliche Darstellungen aus der Kathedrale der Stadt Monreale auf.
Material: Platten von 300 x 500 cm aus Carrara Marmor, der in vielen Kirchen der normannischen Periode von Sizilien verwendet wurde.“
 

Lithea: „Maioliche di Pietra“ von Martinelli Venezia Studio.Lithea: „Maioliche di Pietra“ von Martinelli Venezia Studio.„Maioliche di Pietra“ vom Martinelli Venezia Studio: „Dreidimensionale Fliesen aus vulkanischem Gestein erlauben individuelle Raumgestaltungen, indem sie viele Kombinationsmöglichkeiten bieten. Zur Kollektion gehören auch ein Waschbecken aus demselben Stein auf einem feinen Unterbau aus Stahl sowie verschiedene Accessoires, die an der Wand befestigt werden können.“
 

Lithea: „Innesti“ von Philippe Nigro.
 

Kehren wir noch einmal zurück zur Eingangsfrage, was das Mittelmeer eigentlich ist. Lithea gibt folgende Antwort: „Es sind 1000 Dinge zusammen. Es ist nicht nur eine einzige Landschaft, sondern unzählbar viele. Es ist nicht nur ein Meer, sondern eine Kette von vielen. Es ist nicht nur eine Zivilisation, sondern viele… Es ist ein alter Schmelztiegel voll mit Geschichten und Legenden. Über Tausende von Jahren sind hier Dinge passiert und genauso viele Dinge sind hierhin gebracht worden, und deshalb steht das Mittelmeer heute für Erforschung, Entdeckung, Verstehen des zuvor Unbekannten. Eine Mischung von Menschen, Gütern, Handel und vor allem Kultur. Die Griechen waren die ersten, die es als Binnenmeer bezeichneten, im Gegensatz zu dem Ozean, der außen liegt und nach dem damaligen Weltbild die Länder umgab. Es war immer ein Treffpunkt, eine Wegkreuzung, und insofern eine Verschmutzung, eine Hybridisierung: eine Gemengelage von Fertigkeiten und Techniken.., die das Gegenwärtige mit dem Traditionellen verbinden.“

Lithea

Fotos: Lithea

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(08.07.2018)