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Vom Schiefer und seiner vielgestaltigen Verwendung auf Dächern und an Fassaden in Mitteleuropa

Schieferfassade am Eingangsgebäude von Schloss Hohenlimburg unweit von Hagen.

In einer Broschüre aus dem Netzwerk Steine in der Stadt beschreibt H. Wolfgang Wagner die regionalen Besonderheiten und ihre Hintergründe

Schiefer zählt zu den ältesten Baustoffen für die Dachdeckung. Eine Vielfalt an Gestaltungsformen hat sich entwickelt, und in einem Überblick sind diese in der Broschüre „Dach- und Wandschiefer – ein traditioneller Baustoff in Mitteleuropa“ beschrieben.

Sie ist Teil einer Veröffentlichungsreihe des Netzwerks Steine in der Stadt, das sich mit der Verwendung von Natursteinen als Baustoffe und den dazugehörenden Formen der Architektur widmet. Das Heft (1/2018) über den Schiefer kann online gelesen werden oder in gedruckter Form für 4 € zzgl. 1,50 € Versand bestellt werden (Adresse siehe unten).

Der Autor H. Wolfgang Wagner vom GUT-Beratungsbüro Mayen analysiert unter anderem die regionalen Besonderheiten der Schieferdeckungen und bringt sie mit den regionalgeologischen Gegebenheiten zusammen: die Palette reicht von französisch beeinflussten Rechteckdeckungen im Westen, über englische Rechteckdeckungen im Norden bis hin zu den schuppenförmigen Deckarten z. B. in Deutschland und Tschechien.

Broschüre „Dach- und Wandschiefer - ein traditioneller Baustoff in Mitteleuropa von H. Wolfgang Wagner.

Schieferdächer und -fassaden sind und waren im Mittelgebirgsraum besonders dort häufig, wo es Schiefervorkommen gab. Daneben findet man sie in Städten aber auch weiter entfernt von den klassischen Lagerstätten und zwar immer dann, wenn es galt, architektonisch besonders aufwändige Dachformen zu erstellen oder hohe Turmspitzen mit dem nagelbaren Produkt sturmsicher zu machen, wie es auf der Webpage des Netzwerks heißt.

Hierbei spielten naturgemäß die Handelsverbindungen eine besondere Rolle.

Schieferfassaden in der Altstadt von Solingen.

Zu Schieferimporten sogar aus Übersee kam es in der Nähe von Hafenstädten und an der Küste schon in der Antike und später insbesondere seit dem 18. Jahrhundert.

In einem Ausblick überlegt der Autor, wie man die traditionellen Schiefer-Dachlandschaften erhalten kann.

„Dach- und Wandschiefer – ein traditioneller Baustoff in Mitteleuropa“, von H. Wolfgang Wagner, 32 S., 20 Abb., 2 Tab., 1 Karte

Online kann man die Broschüre lesen unter https://www.steine-in-der-stadt.de/Publikationen.html

Die gedruckte Fassung ist zu beziehen für 5,50 Euro (inkl. Versand) bei der Geschäftsstelle GEOPARK Bayern-Böhmen, Marktplatz 1, 92711 Parkstein, Tel: 09602 / 939 81 66, Mail.

(20.11.2018)