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Der Eliasfriedhof in Dresden gilt als einzigartiges Freilichtmuseum der Sepulkralkultur

Der Eliasfriedhof in Dresden. Foto: Schalinski/DSD

Seit dem Pestjahr 1680 wurden hier Bürger bestattet / Der Förderverein feiert 20-jähriges Bestehen

Der Eliasfriedhof in Dresden gilt nicht nur als ein lebendiges Geschichtsbuch der Stadt, sondern auch als einzigartiges Freilichtmuseum der Sepulkralkultur. Dieser Tage hat der Förderverein sein 20jähriges Bestehen gefeiert.

Zu Zeiten der Pest im Jahr 1680 war die Begräbnisstätte vor den damaligen Toren der Stadt gegründet worden. Es ging darum, in Zeiten einer extrem hohen Sterberate geschätzt mindestens rund ein Drittel der Stadtbürger schnell beizusetzen.

Später wurde er bevorzugte Begräbnisstätte des Bildungsbürgertums und war lange Friedhof der Frauenkirche. Die Grabmale nach Entwürfen namhafter Künstler spiegeln die Epochen vom Barock über Rokoko bis hin zum Klassizismus. Sie können „als einzigartige und beredte Zeugnisse kunst- und kulturhistorischer Epochen angesehen werden“, heißt es in dem geschichtlichen Abriss auf der Webpage des Fördervereins.

Am 21. Juni 1876 erfolgte die letzte Bestattung, so der Fördervreien: „In Folge dessen wurde das Erscheinungsbild der Anlage nicht mehr geplant verändert und so konserviert, wie sie bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bestand. Seit dem ist der Friedhof der Vergänglichkeit preisgegeben: vieles ist verfallen und durch Vandalismus zerstört. Der Förderverein hofft, dass es mit Hilfe Vieler gelingt, dieses einzigartige Kulturerbe zu erhalten und der Öffentlichkeit wieder zugängig zu machen.“

2015 hatte ihn die Staatsministerin für Kultur und Medien als national wertvolles Kulturdenkmal anerkannt.

Regelmäßig veranstaltet der Verein Führungen und nimmt auch am des Tag des Offenen Denkmals und am Tag des Friedhofs teil. Engagierte Bürger sind zu Arbeitseinsätzen eingeladen.

Kontinuierlich finden Sanierungsmaßnahmen unter anderem an den steinernen Grabmalen statt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) hat seit 2002 rund 70.000 € für die Erhaltung bereitgestellt.

Förderverein Eliasfriedhof Dresden

Autor: Suzanna Multhaupt

(01.12.2018)