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Die Ausstellung „Stein(h)art“ im Museum Weltkulturen in Mannheim zeigt kostbare Steingefäße aus dem Alten Ägypten

Großes Gefäß mit Rundboden. Andesitporphyr. 1.-2. Dynastie (ca. 3100-2700 v. Chr.). H. 16,8 cm; B. 31,6 cm.

Die Schau ist offen bis zum 10. Februar 2019 als Erweiterung der Dauerausstellung „Ägypten – Land der Unsterblichkeit“

Im Rahmen der Ägypten-Präsentationen im den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen ist bis zum 10. Februar die Studio-Ausstellung „Stein(h)art“ zu sehen. Dort werden rund 100 kostbare Steingefäße gezeigt – von der prädynastischen Zeit bis ins Mittlere Reich (4000 – 1680 v. Chr.). Die Gefäße bestechen durch ihre zeitlose Schönheit und meisterliche Verarbeitung.

Die Schau illustriert die Bandbreite altägyptischer Steinmetzkunst. Das Spektrum reicht von großen, wuchtigen Werken über elegante Alabasterbecher bis hin zu einem filigranen Fläschchen aus Lapislazuli mit Goldapplikationen.

Steingefäße waren wichtige Grabbeigaben und wurden in großer Zahl insbesondere in den Grablegen der altägyptischen Herrscher gefunden, vor allem in der berühmten Stufenpyramide des Djoser in der Nekropole Saqqara südlich von Kairo. In den unterirdischen Gängen dieser ältesten Pyramide der Welt befanden sich mehrere 1000 kostbare Gefäße aus unterschiedlichsten Steinen.

Schale mit nach außen gebogenem Rand. Monzogranit oder Granodiorit. 4.- Mitte 5. Dynastie (ca. 2600-2400 v. Chr.). H. 6,3 cm; B. 22,6 cm.

Die Studio-Ausstellung „Stein(h)art“ stellt Design und Ästhetik der Exponate in den Fokus. Durch eine zurückhaltende Gestaltung kommt die Schönheit der einzelnen Stücke zum Tragen. Die Stücke stammen zum großen Teil aus einer Privatsammlung und werden erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

„Ägypten – Land der Unsterblichkeit“

Erweitert wird mit der Studio-Ausstellung die Präsentation „Ägypten – Land der Unsterblichkeit“, die dauerhaft im Museum Weltkulturen D5 zu sehen ist. Die Schau illustriert mit außergewöhnlichen Exponaten und aufwändigen Inszenierungen das Alltagsleben im Alten Ägypten, die Stellung des Pharaos und seines Beamtenstaates, den aufwändigen Totenkult sowie die weitverzweigte Götterwelt. Es wird ein Bogen gespannt von den Anfängen im 4. Jahrtausend v. Chr. über das Alte, Mittlere und das Neue Reich, die ptolemäisch-römische Epoche bis zur koptischen Zeit im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr.

Durch den Wechsel von Exponaten und ergänzende Studio-Ausstellungen sind regelmäßig neue Kostbarkeiten zu sehen.

Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim

Fotos: W.A. Meijer

Quelle: rem

Eiförmiges Gefäß mit Standfuß. Basalt. Negade I (ca. 4000-3500 v. Chr.). H. 18 cm; B. 11,4 cm.Kleines Fläschchen mit Goldapplikationen. Lapislazuli, Gold. 12. Dynastie (ca. 2000-1800 v. Chr.). H. 3,2 cm; B. 2,3 cm.

(11.12.2018)