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Messe BAU in München: BIM (Building Information Modeling) kommt auf die Firmen rund ums Bauen zu

BAU München, 2019.

Nachhaltigkeit der Gebäude ist heute schon das Normalziel / Messe digitalBAU 2020 in Köln

Richtig voll war mal wieder die BAU in München (14.-19. Januar 2019), nach eigenen Angaben die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme [World’s Leading Trade Fair for Architecture, Materials and Systems]. Sie hat inzwischen riesige Ausmaße erreicht: die Fläche beträgt 200.000 m² (schon lange vorher ausverkauft) in 18 Hallen, die Besucherzahl belief sich auf mehr als 250.000, davon 85.000 aus über 150 Ländern (2017: 80.500).

2250 Aussteller aus 45 Ländern zeigten ihre Produkte und Dienstleistungen (2017: 2.120)

Einen großen Anteil an den Besuchern hatten Architekten und Bauingenieure (70.000). Angesichts dieses Profils hat die BAU seit einigen Jahren das Problem, dass sie viele potentielle Aussteller wegen eines Mangels an Fläche abweisen muss.

Naturstein war wie üblich in der Halle 4.A konzentriert. Neben einigen wenigen ausländischen Ausstellern hatte hier der Deutsche Naturwerkstein Verband eine große Präsentation aufgebaut.

Beim Rahmenprogramm der BAU standen zwei große Themen im Mittelpunkt: Nachhaltiges Bauen und Digitalisierung.

Glas für die Wände der Dusche (<a href="https://www.glastroesch.de/"target="_blank">Glas Trösch</a>).<a href="https://www.okalux.de/"target="_blank">Okalux</a>.

Waren ökologische Aspekte ehemals eher exotische Randthemen der Branche, sind sie heute zum Normalstandard geworden: Bei fast allen größeren Bauwerken bemühen sich die Investoren darum, Umweltzertifizierungen zu erreichen, da die späteren Nutzer sich davon anziehen lassen.

Was die Digitalisierung angeht, war BIM, ausgeschrieben: Building Information Modeling, ein großes Thema. Es handelt sich um ein neues Werkzeug für die Kommunikation aller Beteiligten auf der Baustelle. In den USA, England oder Skandinavien ist es schon Standard: vereinfacht gesagt, handelt es sich dabei um eine Datenbank, in der das Vorhaben detailliert mit Plänen, Materiallisten usw abgespeichert ist und in das alle Gewerke den jeweiligen Stand der Arbeiten eintragen.

Das mag fern der Realität vor Ort klingen, bietet jedoch den Auftraggebern Vorteile: so bekommt der Bauherr nach Fertigstellung eine Dokumentation an die Hand, in der zum Beispiel alle Abweichungen von den ursprünglichen Plänen und die Gründe dafür verzeichnet sind.

Damit lassen sich auch Jahrzehnte später anfallende Reparaturen leichter ausführen.

Zugegeben: es klingt wie Zukunftsmusik, dass die Leute auf der Baustelle wirklich penibel mit den digitalen Tools arbeiten werden.

Wir werden in einer kommenden Ausgaben das Thema ausführlicher behandeln.

Die Messegesellschaft hat auf den Branchentrend zur Digitalisierung schon reagiert und kündigt für 2020 die neue Messe digitalBAU an. Sie soll künftig im Wechsel mit der BAU alle 2 Jahre stattfinden, erstmals vom 18.-28. Februar 2020. Schauplatz der digitalBau ist, man beachte: Köln, nicht München.

Ein Höhepunkt der BAU war wieder die „Lange Nacht der Architektur“ (LNDA), die am Abend des vorletzten Messetags Führungen zu Architektur in München bot. Über 35.000 Teilnehmer besuchten die 7 Routen zu 76 Gebäuden (2017: 70). In der Innenstadt wurden die Ziele meist zu Fuß erreicht, für die Außenbezirke gab es einen Bustransfer. Die Angebote waren schon im Vorfeld der Messe ausgebucht.

Wie üblich bei unseren Messeberichten zeigen wir Fotos von Ständen, die uns aufgefallen waren.

BAU, München, 2021 (11.-16. Januar)

Die Lange Nacht der Architektur

Fotos: BAU / Fotostudio Loske

<a href="http://www.antolini.it/"target="_blank">Antolini</a>.<a href="https://www.kelheimer-naturstein.de/"target="_blank">Kelheimer Naturstein</a>.<a href="http://www.freingruber.at/"target="_blank">Natursteine Feingruber</a>. Foto: Peter Becker<a href="http://www.inter-pietre.com/"target="_blank">Inter-Pietre Sparber</a>. Foto: Peter Becker<a href="http://www.inter-pietre.com/"target="_blank">Inter-Pietre Sparber</a>. oto: Peter Becker Trainingscamp der Fliesenleger für die WorldSkills. Foto: Peter Becker

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(10.02.2019)