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„Perfect Poses?“: wie die Körpersprache von Skulpturen die Botschaften des Künstlers transportiert

Jean-Baptise Carpeaux: „Wounded Cupid“.

Eine Sonderausstellung in der Glyptotek in Kopenhagen bis 16. Juli 2019

Die Sonderausstellung „Perfect Poses?“ (Perfekte Posen?) in der Glyptotek in Kopenhagen ist eine bildhauerische Reise durch die Zeit von der Französischen Revolution 1789 bis zum Beginn des 1. Weltkriegs 1914 – eine Phase der Kunstgeschichte, die auch als „Langes 19. Jahrhundert“ bezeichnet wird. Ihr besonderer Schwerpunkt liegt auf der Betrachtung, wie die Posen der Figuren die Körpersprache ausdrücken.

Die Ausstellung (bis zum 16. Juli 2019) umfasst Werke von französischen Künstlern wie Carpeaux, Maillol oder Rodin. Sie werden mit Werken aus dem Museum Calouste Gulbenkian in Lissabon gegenübergestellt.

Der menschliche Körper war das bevorzugte Motiv der Bildhauer seit der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Vor allem durch ihn versuchten die Künstler, Gefühle und Geschichten zu vermitteln und so die großen Themen der Menschheit zu behandeln.

Jean-Baptiste Carpeaux: „The Girl with the Conch Shell“.

Diese Qualität der Bildhauerei steckte auch hinter der Faszination des Gründers der Glyptotek, Carl Jacobsen, an sowohl den antiken Skulpturen als auch an den Arbeiten der französischen Künstler seiner eigenen Epoche. Er glaubte, dass die dreidimensionale Abbildung des menschlichen Körpers der beste Weg sei, die menschliche Existenz auf intuitive Weise erfassbar zu machen.

Die Ausstellung wurde realisiert durch eine Kooperation der Glyptotek mit dem Museum Calouste Gulbenkian in Lissabon. Beide Einrichtungen haben viel gemeinsam: sie wurden von engagierten Sammlern gegründet, denen eine spezielle Begeisterung für figurative Kunst und deren Ausdrucksmöglichkeiten gemeinsam war.

Spezielle Förderung kam von der Augustinus Foundation und der Aage and Johanne Louis-Hansen Foundation.

Glyptothek, Kopenhagen, bis 16. Juli 2019

Fotos: Anders Sune Berg

Auguste Rodin: „Eternal Spring“. Auguste Rodin: „The Age of Bronze 1875-76“.

(09.04.2019)