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Das Museum Schnütgen zeigt Werke des geheimnisvollen Samsonmeisters aus dem 13. Jahrhundert

Samson bezwingt den Löwen (Detail), Samsonmeister, um 1220, Benediktinerabtei Maria Laach.

Der unbekannte Bildhauer schuf Werke für das Kloster Maria Laach, die die Kunst seiner Zeit im Rheinland prägten

Die Ausstellung „Der Samsonmeister und seine Zeit“ im Kölner Museum Schnütgen wurde bis zum 30. Juni 2019 verlängert. Sie behandelt jenen unbekanten Bildhauer aus dem 13. Jahrhundert, der die Skulptur der Romanik im Rheinland wesentlich prägte.

Seinen Namen erhielt er nach der Steinfigur des mit dem Löwen kämpfenden biblischen Samson in der Benediktinerabtei Maria Laach. „Dem mystischen Gesichtsausdruck des Samson kann sich niemand entziehen“, heißt es im Video zu der Ausstellung, deren Exponate zum größten Teil seit Jahrzehnten nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt worden waren.

Gezeigt wird um Beispiel auch der reiche Bauschmuck aus der Vorhalle der Abteikirche Maria Laach, dem so genannten Paradies. Dort sind Pflanzenmotiven mit menschlichen Zügen kombiniert. Die Arbeiten wurden ebenfalls von dem Meister beziehungsweise in seiner Werkstatt gemeißelt.

Rund um diese Werke aus Maria Laach sind stilistisch verwandte Skulpturen gruppiert, die um 1200 für Kirchen in der Region von Brauweiler, Köln bis Andernach geschaffen wurden. Sie rechtfertigen den Untertitel der Ausstellung: „Skulptur der Romanik im Rheinland“, die die Vielfalt und Ausdruckskraft der damaligen Gestaltung in Stein in einer ganzen Region erlebbar macht.

Museum Schnütgen, „Der Samson-Meister und seine Zeit. Skulptur der Romanik im Rheinland“ bis 30. Juni 2019

Video (1, 2)

Fotos: Rheinisches Bildarchiv, Köln/M. Mennicken, E. Bauer

Kapitelle mit Blattmasken, Samsonmeister, um 1220, Benediktinerabtei Maria Laach.

(04.05.2019)