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Die Naturstein-Installationen „ParaPivot“ der Künstlerin Alicja Kwade sind bis zum 27. Oktober 2019 im MET zu sehen

Alicja Kwade: „Parapivot I“ und „ParaPivot II im Dachgarten des MET

The polnisch-deutsche Künstlerin benutzt Marmor, Quarzit und Stahl, um Realität und Wahrnehmung zu hinterfragen

Zwei himmlische Installation mit Naturstein hat die polnisch-deutsche Künstlerin Alicja Kwade für den Dachgarten des Metropolitan Museum of Art in New York City geschaffen. Sie erinnern sehr an ein Planetarium mit Himmelskörpern, die man vor der Skyline oder gegen den Central Park betrachten kann. Sie sind noch bis zum 27. Oktober 2019 zu sehen.

Alicja Kwade’s bevorzugtes Themen sind Realität und Wahrnehmung. Öfter schon hat sie für ihre Installationen Uhren benutzt, anhand derer sie die Frage stellt, was die Zeit ist und was die Uhren zeigen. In der „WeltenLinie“ für die Kunstbiennale in Venedig 2017 hatte sie einen Stahlrahmen mit Steinbrocken und Spiegeln bestückt und die Frage nach Raum und Kosmos gestellt.

Die beiden Installationen „Parapivot I“ und „ParaPivot II“ im Cantor Garden des MET bestehen aus Gerüsten aus schwarz lackiertem Stahl, in denen farbige Steine aus Europa, Asien und Südamerika platziert sind. „Es gibt zum Beispiel weißen Marmor aus Carrara, grünen Quarzit aus Finnland und roten Marmor aus Portugal“, schreibt die Website Hyperallergic.

Die Tatsche, dass es sich um 9 Steine handelt, lässt den Autor von Hyperallergic vermuten, dass ParaPivot sich auf unser Sonnensystem bezieht. Das hat 9 Planeten (besser gesagt: hatte bislang 9 solcher Himmelskörper, bis Pluto seinen Status verlor und nun nur noch als Zwergplanet gilt).

Am meisten faszinierend an Kwades’s Arbeit sei, so Hyperallergic, durch die Leerstellen zwischen Stahlstreben und den Stein hindurch die Skyline zu betrachten oder in den Central Park zu blicken. Wieder ist die Frage: Was ist real? Was wissen wir bloß?

Die Presseinformationen des MET geben Informationen zu der Künstlerin: „Sie wurde 1979 geboren und lebt in Berlin. Sie wuchs in Polen und später in Deutschland auf. Die Mutter: Kunstkonservatorin, der Vater: Kunstgeschichtler. 1999 begann sie ein Studium an der Universität der Künste in Berlin und 3 Jahre später präsentierte sie ihre Arbeiten in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen. Dabei gab es schon nach vergleichsweise kurzer Zeit viel Lob von den Kritikern. Auch wenn sie auch Videos und Klangkunst produzierte, liegt der Fokus ihrer Arbeit jedoch auf Skulpturen oder Installationen, die sich meist um spezielle Räume drehen. Ihre Arbeiten setzen sich mit der Natur von Zeit und Wahrnehmung auseinander. Zudem spielt sie mit den Denkansätzen, mit denen wir das physikalische Universum rund um uns herum verstehen wollen. Die daraus resultierenden Arbeiten sind elegant, scharfsinnig und äußerst erfahrungsreich.“

The Metropolitan Museum of Art

Alicja Kwade

Hyperallergic

Foto: Screenshot

(28.05.2019)