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FuoriSalone in Mailand: die große Möbelmesse findet in der Innenstadt ihre Fortsetzung

Massimiliano Dalle Sasse, <a href="http://www.enterstudio.net/"target="_blank">Enter Studio</a>: „Tellap“.

Designfirmen präsentieren sich unter anderem in Galerien / Leider gibt es kaum noch Schauplätze für junge Designer oder Designhochschulen

Der FuoriSalone und die Möbelmesse in Mailand (Salone del Mobile) gehören seit Jahren wie 2 ungleiche Geschwister zusammen. Übersetzt etwa „Messe außerhalb der Messe“ ist der FuoriSalone eine Präsentation von Designobjekten in der Innenstadt, wo Galerien, Showrooms oder auch alte Fabrikanlagen für die Zeit der Messe umgenutzt werden.

Er hat einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass sich Mailand als Welthauptstadt des Designs bezeichnen darf.

Berühmte Schauplätze des FuoriSalone waren einst die via Tortona oder der Stadtteil Lambrate. Dort zeigten junge Designer oder Design-Schulen in ehemaligen Fabrikgebäuden oder auch in temporär umgenutzten Werkstätten ihre ungewöhnlichen Ideen. Beide Schauplätze haben in den letzten Jahren leider ihren Reiz verloren: bekannte Firmen, etwa Autohersteller, Uhrenmarken oder Hotelketten, lassen dort bekannte Designer ihre aufwendigen künstlerischen Projekte vorführen.

Die sind mitunter gar nicht schlecht, haben jedoch nichts mehr von der wilden Kreativität der Vergangenheit, sondern nutzen Design als Mittel des Marketing.

Im Lambrate District haben wir immerhin noch 3 Designer gefunden, die mit Naturstein arbeiten:

Massimiliano Dalle Sasse, <a href="http://www.enterstudio.net/"target="_blank">Enter Studio</a>: „Tellap“.

Massimiliano Dalle Sasse zeigte seine Arbeiten auf dem FuoriSalmone – man achte auf das Wortspiel salone-salmone (Lachs). „w“ nennt er seine Tische, die es auch mit Rädern gibt. Verwendet wird Abfall aus der Marmorproduktion. Die einzelnen Steinbretter sind nur 12 mm dick, so dass das Gesamtgewicht der Palette nicht mehr als 15 kg beträgt. Verschiedene Marmorsorten sind möglich, je nachdem, genauso wie man sich die Objekte für verschiedene Zwecke der Präsentation denken kann. Hergestellt werden sie in einem Marmorbetrieb in Genua mit 70-jähriger Handwerkstradition.
Enter
 

Luca Giacomelli, <a href="http://www.studionove3.com/"target="_blank">Studio Nove 3</a>.: „Rollin“.Tische mit Marmor zeigte Studio Nove 3. Beim Beistelltisch „Rollin“ ist das altbekannte Problem gelöst, dass Steinplatten das Möbelstück schwer und unbeweglich machen. Wir haben es ausprobiert: der Tisch kann wirklich problemlos hin- und hergeschoben werden.Luca Giacomelli, <a href="http://www.studionove3.com/"target="_blank">Studio Nove 3</a>.: „Luna“ (links), „Xenia“ (rechts).Bei „Luna“ ist der Fuß aus Marmor, der Rest aus Holz. Auch der Tisch „Xenia“ ist mit Natursteinplatte zu haben. Designer ist Luca Giacomelli.
Studio Nove 3
 

Mito (<a href="mailto:info@mito-mto.com"target="_blank">Mail</a>).Mito (<a href="mailto:info@mito-mto.com"target="_blank">Mail</a>).In einer für die Zeit des FuoriSalone ausgeräumten Autowerkstatt präsentierten sich die jungen Designer von Mito (Mail).
 

Der Stadtteil Brera gilt zu Recht als „Design District“. An allen möglichen Orten haben sich dort etablierte Designfirmen eingemietet.

Bernhardt & Vella, <a href="http://www.mingardo.com/"target="_blank">Mingardo</a>: „Elephant“ console.Die Firma Mingardo zeigte ihre Kollektion „Diorama“. Wir haben daraus die Konsole „Elephant“ herausgegriffen, für deren Platte die Designer Bernhardt & Vella Naturstein verwendet haben.
Mingardo
 

Studio mk27 and Filippo Bricolo, <a href="https://www.furrer.it/"target="_blank">Furrer</a>: „Parla!“.Studio mk27 and Filippo Bricolo, <a href="https://www.furrer.it/"target="_blank">Furrer</a>: „Parla!“.Auch die Universität Mailand hat sich als einer der Standorte des FuoriSalone etabliert. Im Obergeschoss setzte sich die Firma Furrer mit der Installation „Parla!“ in Szene: dort stand ein 10 m langer Tisch aus Marmor Statuario (Design: Marcio Kogan vom Studio mk27 und Filippo Bricolo). Er sollte die Besucher zusammenbringen und als Ort der Kommunikation dienen.
Furrer
 

Vivian Coser, <a href="http://www.guidoni.com.br"target="_blank">Guidoni</a>.Vivian Coser, <a href="http://www.guidoni.com.br"target="_blank">Guidoni</a>.Im zentralen Innenhof der Universität präsentierte Guidoni aus Brasilien seine exotischen Steine. Das Design für die Beistelltische und Sitzgelegenheiten stammte von Vivian Coser aus dem Bundesstaat Espírito Santo. Vorbild waren die Gärten des Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx.
Guidoni
 

Jader Almeida, <a href="http://www.sollos.ind.br/"target="_blank">Sollos</a>: „Cilli“.Jader Almeida, <a href="http://www.sollos.ind.br/"target="_blank">Sollos</a>: „Twist“.Jader Almeida, <a href="http://www.sollos.ind.br/"target="_blank">Sollos</a>: „Jazz“ (links) „Jardim“ (rechts).Auch im Palazzo Litto zeigten sich die Brasilianer. Hier stellte die Firma Sollos ihre Möbel aus, bei denen für einige heimische Natursteine verwendet wurden, etwa der Esstisch „Cilli“, der Tisch „Twist“ oder die Beistelltische „Jazz“ beziehungsweise „Jardim“. Designer war Jader Almeida, der auch schon mit Guidoni zusammengearbeitet hat.
Sollos
 

<a href="https://babled.net/"target="_blank">Emanuel Babled</a>: „Supernova“.Noch weitere Arbeiten mit Naturstein gab es im Palazzo Litta: der italienische Designer Emanuel Babled zeigte seine Hängelampe „Supernova“ aus Carraramarmor: Sie bringt es bei knapp 1 m Durchmesser und 36 cm Höhe auf 30 kg Gewicht.
Emanuel Babled
 

<a href="http://www.bertillelaguet.ch/"target="_blank">Bertille Laguet</a>: „Juratuf“.Im Rahmen einer Schweizer Gemeinschaftspräsentation stellte Bertille Laguet ihren Beistelltisch „Juratuf“ aus: er hat eine Metallstruktur, die mit superdünnem Stein verkleidet ist.
Bertille Laguet
 

Benjamin Hubert, <a href="https://www.dekton.com/"target="_blank">Cosentino</a>: „Raytrace“.Für Cosentino und dessen Engineered Stone Dekton hatte Benjamin Hubert die Installation „Raytrace“ entworfen: sie brachte den Besucher in einen 25 m langen, dreieckigen Tunnel mit 6 m hohen Seitenwänden.
Dekton

FuoriSalone

Fotos: Firmen, Peter Becker

(03.06.2019)