www.stone-ideas.com

Die „grünen“ Seiten von Naturstein als Argument im Gespräch mit dem Kunden

Das Hochhaus „Bosco Verticale“ (Senkrechter Wald) des Architekten Stefano Boeri in Mailand unweit des Bahnhof Porta Garibaldi. Naturstein kam hier nicht zum Einsatz.

Zusammenstellung von Fakten, die die Stärken von Marmor, Granit & Co belegen

Weltweit bewegen die Klimaziele die Menschen, und dabei spielen die Materialien für das Bauen und Wohnen eine besondere Rolle. Wir haben die wichtigsten Argumente für das Kundengespräch zusammengetragen.

Was den Energieverbrauch und die Freisetzung von CO2 sowohl bei der Herstellung, als auch bei der Benutzung und irgendwann auch einmal bei der Entsorgung angeht, hat Naturstein eine hervorragende Bilanz, mit der sich nur noch Holz und Lehm vergleichen können.

* Um Naturstein herzustellen, braucht es keine Primärenergie. Denn Marmor, Granit & Co sind einfach da. Stahl hingegen muss bei um die 1400 Grad im Hochofen erschmolzen werden, Glas kommt aus Öfen mit 1200 Grad, und für Beton wird Zement gebraucht, der ebenfalls in der Herstellung viel Energie verschlingt.

* Die Verarbeitung von Naturstein, also das Zersägen der Rohblöcke, das Zerteilen der Platten, eventuell das Polieren und schließlich das Verlegen verbraucht ähnliche viel Energie wie bei anderen Stoffen.

* Beim Energieverbrauch durch den Transport schneiden die heimischen Materialien am besten ab.

* Wichtig für die Energiebilanz ist auch die Langlebigkeit von Naturstein. Zum einen ist das Material von Natur aus hart und entsprechend haltbar, zum anderen kann es bei Abnutzung mit vergleichsweise geringem Aufwand wieder erneuert werden. Solche Aufarbeitung ist energetisch günstiger als ein Recycling, denn beim Recycling etwa von Stahl oder Glas muss das Material wieder durch den Schmelzofen.

* Nicht zuletzt: die lange Haltbarkeit von Naturstein wird noch verstärkt durch seine starke emotionale Langlebigkeit: man sieht sich nicht satt daran.

* Und: Naturstein ist auch in finanzieller Hinsicht langlebig, denn Marmor, Granit & Co werten ein Gebäude dauerhaft auf. Sie können das Haus quasi zu einer Sparkasse machen.

* Jedoch wird irgendwann jedes Gebäude abgerissen. Dann kann Naturstein, wie bereits gesagt, mit geringem Aufwand aufgearbeitet und neu verwendet werden. Das gilt für Bodenfliesen genauso wie für Treppenstufen oder Fensterbänke, um nur ein paar Verwendungen zu nennen.

* Selbst beim Downcycling behält Naturstein seine natürliche Verwendbarkeit: zuletzt kann er immer noch als Schotter oder Mulch verwendet werden, von wo aus er wieder in den natürlichen Kreislauf der Gesteine gelangt.

* Naturstein kann auch als Wärmespeicher dienen. Das wird zum Beispiel bei Öfen mit Steinverkleidung genutzt. In machen modernen Bürogebäuden dienen Bodenfliesen aus Stein als Teil der Klimatisierung.

* Nicht zuletzt: Neben Holz und Lehm ist Naturstein der einzige Baustoff, der 100% natürlich ist.

* Jedoch sind die negativen Auswirkungen, die Steinbrüche auf die Landschaft haben, nicht von der Hand zu weisen. Allerdings: ein aufgelassener Bruch wird von der Natur schnell wieder besiedelt; sogar in einem aktiven Abbaugebiet gibt es zahlreiche nur gering benutzte Bereiche, in denen sogar seltene Pflanzen und Tiere Lebensräume finden.
Außerdem: auch für Lehm muss man Löcher in die Erde graben, und der Sand und der Kies für den Beton fallen ebenfalls nicht vom Himmel.
Nur Holz als nachwachsender Rohstoff hat hier eine unübertroffene Bilanz – allerdings reichen die verfügbaren Waldflächen bei weitem nicht aus, um ganze Städte daraus zu bauen.

* Auch im Garten- und Landschaftsbau kann Naturstein seine grünen Seiten zeigen. Trockenmauern sind in Mode, weil sie für viele Tierarten Lebensräume bieten. Zudem können sie nach Bewegungen in einem Hang leicht repariert werden. Gabionen sind ähnlich umweltfreundlich, und nicht zuletzt bieten einfache Steinhaufen für viele Arten ideale Lebensräume.

Exakte Zahlen zu diesen Argumenten hat der Deutsche Naturwerksteinverband DNV in seiner Nachhaltigkeitsstudie bereitgestellt. Die Kurzfassung kann kostenlos heruntergeladen werden.

Bestellen der gedruckten Langversion für 10 € zzgl Versandkosten.

Aber, wir wollen es nicht verschweigen: Selbst Kermit der Laubfrosch aus der Sesamstraße wusste „It’s not that easy being green“ (Es ist nicht so leicht, grün zu sein), wie er einmal sang.

(06.06.2019)