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Brasigran’s Granit Moulin Rouge als Symbol für Brasiliens rote Erde im Fitnessstudio Les Cinq Gym in São Paulo

Les Cinq Gym, São Paulo.

Es geht um die asiatische Lehre der Fünf Elemente und die Verwandlung von Körper und Geist

In Brasilien haben manche Wörter eine andere Bedeutung als woanders: ein „Motel“ ist nicht das, was man in Nordamerika darunter versteht, sondern ein Hotel für gewisse Stunden, wo man in größter Diskretion mit der Geliebten oder dem Geliebten eine angenehme Zeit haben kann. Ebenso die „Academia“: dort wird nicht der Geist trainiert, sondern der Körper. Und weil Brasilien das Land mit der höchsten Quote an Schönheitsoperationen ist, gibt es dort eine beachtliche Kultur solcher Studios.

Eines der ganz besonderen ist „Les Cinq Gym“ in São Paulos noblem Viertel Jardins. Die Inneneinrichtung hat der Designer Kiko Sobrino entworfen, und er hat das Konzept des Auftraggebers auch mit Naturstein umgesetzt.

Der Name bezieht sich nämlich auf die asiatische Fünf-Elemente-Lehre, in der es um Weiterentwicklung geht. Die 5 Elemente sind dabei Holz, Erde, Wasser, Feuer und Metall.

Kiko Sobrino hat diese Lehre frei interpretiert. An zentraler Stelle bei seiner Gestaltung steht die Natur als Symbol für Gesundheit und Schönheit, und er hat sie vielfach in das Fitnesscenter geholt – jedoch anders als man es erwarten würde.

Granit Moulin Rouge from Brasigran.

So findet man die Erde schon an der Rezeption, und zwar als Naturstein für die Bodenfliesen: Die ausgewählte Sorte ist der markant rote Granit Moulin Rouge, den die Firma Brasigran in eigenen Brüchen im Land gewinnt.

„Das Rot gibt die typische brasilianische Erde und die Fruchtbarkeit des Landes wieder“, hat uns Kiko Sobrino in einer Mail geschrieben.

Les Cinq Gym, São Paulo.

Das Holz als weiteres Element aus der Lehre sieht er im Onyx der Rezeption symbolisiert. Für ihn sind die Adern „Äste, in denen sich die Strukturen des Steins auf dem Boden fortsetzen“.

Daneben gibt es auch echtes Holz.

Les Cinq Gym, São Paulo

Wasser ist in einer Academia natürlich eine Sache für ganz praktische Angelegenheiten, in Brasiliens Tourismuskultur aber zählen die Wasserfälle des Landes zu den ganz großen Attraktionen. Kiko Sobrino hat sie mit roh behauenen Steinen symbolisch an einige Wände gebracht.

Man habe die modernsten Fitnessgeräte und die beste Betreuung, schreibt Les Cinq über sich selbst, das alles auf 3 Etagen und im Stil eines Luxushotels in einer feinen Gegend.

Ein paar „Leckerbissen“ werden besonders erwähnt: es gibt im Haus Plätze mit spezieller Beleuchtung, wo man Selfies machen kann, und Kontakt zu den Trainern haben die Gäste natürlich auch per Handy oder Tablet.

Kiko Sobrino

Les Cinq Gym

Brasigran


 

 

 

 

(18.06.2019)