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Lieferungen in die USA bekommen in Vietnam neue Kennzeichnungen, scheibt der japanische Nikkei Asian Review

Die Wege, die Güter heutzutage manchmal nehmen, sind schwer nachzuvollziehen.

US-Präsident Trumps Zölle rufen im Welthandel komplexe Kettenreaktionen hervor und sind nicht ein „leicht zu gewinnender Handelskrieg“

Erste Reaktionen in der weltweiten Wirtschaft auf Trumps Zölle gegen China werden sichtbar: Güter wie Elektronik, Möbel, Spielzeug und Autoteile werden auf ihrem Weg in die USA durch Vietnam umgeleitet, heißt es in einem Bericht des japanischen Nikkei Asian Review.

Der Bericht nennt ein Beispiel: „Eine der wichtigsten Aufgabe für die Arbeiter in der vietnamesischen Firma war, von allen LCD-Bauteilen das ,Made in China’ zu entfernen“, zitiert Nikkei Asia eine vietnamesische Zeitung. „Nachdem die Fernsehgeräte in 6 Stufen fertiggestellt worden waren, kamen sie als in Vietnam mit japanischer Technologie hergestellt wieder in den Handel.“

„Der Handelsüberschuss von Vietnam mit den USA stieg in den ersten 5 Monaten 2019 um mehr als 40% auf 21,6 Milliarden US-$“, heißt es weiter. Anhand des Anstiegs von Investitionen in Vietnam kann man darauf schließen, dass mehr Firmen aus dem Ausland als normal dort Zweigstellen gründen.

Aber Washington hat ein Auge auf das Umbenennen der Güter und hat die vietnamesische Regierung schon gewarnt. Es wurden Strafzölle von 456% (sic) auf Stahlprodukte erlassen, die aus Taiwan und Südkorea kommen, in Vietnam verfeinert werden und dann in die USA gehen. Das wäre eine klare Warnung an die Regierung in Hanoi, da dieser Handel nichts mit China zu tun hat, heißt es.

Im Juni 2019 hat die Europäische Union ein Freihandelsabkommen mit Vietnam unterzeichnet.

Donald Trump verkündet gerne, dass ein Handelskrieg eine gute Sache und „leicht zu gewinnen“ sei.

Nikkei Asia mutmaßt in einem Bericht über „das Chaos, das kommt: Erst zielte Trump auf China, jetzt ist es Vietnam. Danach kommt vielleicht Japan, die EU oder wieder China.“

Nikkei Asian Review

(28.07.2019)