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Die Knickpyramide mit ihrer fast komplett erhaltenen Kalkstein-Verkleidung ist wieder für Touristen zugänglich

Nahaufnahme der Fassade der Knickpyramide. Foto: Lexie / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

Das mehr als 4600 Jahre alte Gebäude gibt mit seiner ungewöhnlichen Form immer noch Rätsel auf

Die berühmte mit Kalkstein verkleidete Knickpyramide des Pharaos Sneferu ist seit Juli 2019 wieder für Touristen zugänglich. Besucher können erstmals seit 1965 wieder die beiden Grabkammern aus der Zeit um 2650 v. Chr. durch einen 78 m langen engen Tunnel vom Nordeingang erreichen.

Die Knickpyramide etwa 40 km südlich von Kairo zählt wegen ihrer Form zu den außergewöhnlichen unter den allesamt spektakulären Königsgräbern altägyptischer Herrscher. Bis heute ungeklärt ist, aus welchem Grund ihre Form auf 49 m Höhe nach innen abknickt. Zahlreiche Theorien bemühen sich um Erklärungen: eine besagt, dass die ursprünglich zu steile Konstruktion wegen der riesigen Masse instabil wurde, Risse bekam und deshalb mit einem flacherem Anstieg bis zur endgültigen Höhe von 101 m fertiggestellt wurde.

Auch sei sie wegen dieser Schäden nicht mehr als Grab für den Pharao, sondern nur noch als Stätte für Zeremonien benutzt worden.

Experten glauben, dass die Pyramide eine Zwischenstation in der Entwicklung der altägyptischen Architektur von Djosers Stufenpyramide bis den den späten und perfektion Konstruktionen darstellt.

Ungewöhnlich an der gewaltigen Anlage ist auch, dass die Verkleidung mit Kalkstein weitgehend erhalten geblieben ist.

Seit 1965 hatte es Restaurierungsarbeiten gegeben.

Zugänglich ist nun auch wieder die nicht weit entfernte Rote Pyramide, die ebenfalls Pharao Sneferu bauen ließ.

The Guardian

Nahaufnahme der Fassade der Knickpyramide. Foto: Lexie / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>Eine Ecke der Knickpyramide. Foto: Jon Bodsworth / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

(10.08.2019)