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Elbstones: Stein aufheben, mitnehmen, bemalen und wieder auslegen

Bemalte Kiesel. Foto: Lepiccu / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

Eine Idee der Angelsachsen ist nun auch bei uns angekommen: bemalte Kiesel als Idee auf ihrem Weg durch die ganze Welt

„Die ganze Familie sitzt am Tisch und malt“, heißt es in einem Bericht des NDR-Fernsehens über die Elbstones. Das sind Kiesel, wie man sie überall findet, die irgendjemand mit Farbe etwas verschönert und dann wieder irgendwo ausgelegt hat. Wer sie wieder findet, nimmt sie seinerseits mit nach Haus oder legt sie gleich woanders von neuem aus.

Und, ganz wichtig: jeder Stein wird fotografiert und bei Facebook gepostet.

Die Idee kommt aus England, heißt es in dem Beitrag. Nun ja, für Common Sense sind die Briten ja berühmt, und so geht es auch bei den bemalten Kieseln darum, anderen eine Freude zu machen oder ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Es ist so eine Abart des „hugging“, wo sich Unbekannte auf der Straße in den Arm nehmen und drücken.

In Presseberichten wurde die Idee auch schon in den USA beheimatet.

Der britische Guardian hat das Thema in Augenschein genommen: „Rocking“ sei das neue Wort für das Bemalen der Steine, heißt es da. Erwähnt wird das auch ein „Kindness Rocks Project“.

Wir haben eine Webpage gefunden, die einen „International Drop a Rock Day“ (Internationaler Tag des Auslegens von Steinen) ausruft.

Auch in Deutschland gibt es inzwischen regionale Gruppen, unter anderem die Spreestones. Die waren in einem Bericht der Berliner Zeitung beschrieben worden, und dabei ging es auch um die Etikette bei diesem Tun: ausgelegen darf man die Kunstwerke überall, nur sollten sie niemals andere Leute stören und nichts kaputt machen; verwendet werden sollten nur Lacke auf Wasserbasis, ein Klarlack als Überzug wäre eine sinnvolle Sache.

Natürlich tun auch Filzstifte gute Dienste.

Die Kinderzeitschrift Geolino hat schon mal eine Anleitung zusammengestellt.

Mancher kommt, so heißt es in dem Fernsehbeitrag, jetzt vom Spaziergang mit dem Hund mit Taschen voller Kies zurück. Wir ergänzen: Waldi seinerseits mag sich darob wundern, wieso Frauchen oder Herrchen nun wie er immer den Blick auf dem Boden hat, aber dennoch den Dingen nicht mit der Nase auf den Grund geht.

Fazit: „Man findet nicht nur Steine, man findet auch Freunde“, heißt es in dem NDR-Beitrag.

NDR: Elbstones

The Guardian

International Drop a Rock Day

Geolino

(28.08.2019)