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Dunkler Basalt und helle Betonstufen geben dem neuen Elb-Boulevard in Hamburg ein Gesicht

Der neue Elb-Boulevard. Rendering: Pressearchiv Hamburg

Zaha Hadid Architects waren für die Gestaltung der aufgestockten Anlage zum Hochwasserschutz verantwortlich

Eine prägnante Mischung aus dunklem Basalt und hellem Betonstein prägt den neuen Elb-Boulevard am Niederhafen in Hamburg. Die Anlage nach Entwürfen von Zaha Hadid Architects gibt der Hochwasserschutz-Anlage gegenüber der Speicherstadt ein signifikantes Bild: die Treppen beiderseits zur Wasser- als auch zur Landseite sind nach Art eines Amphitheaters angelegt und laden Touristen und Einheimische zum Hinsetzen udn Verweilen ein.

Der dunkle Basalt wurde für den Bodenbelag und die Verkleidung der Wände verwendet.

Von einer „wunderbaren Symbiose von Schutz und Schönheit“ sprach Hamburgs Umweltsenator Kerstan bei der Präsentation zum Hafengeburtstag im Mai dieses Jahres.

Der neue Elb-Boulevard schützt die Hamburger Innenstadt zwischen der Schaartorschleuse und dem Hafentor vor Hochwasser. Die Höhe dieser 1,3 km langen Anlage beträgt nun 8,90 m, das sind laut Pressearchiv der Stadt 1,70 m mehr als zuvor.

Schon länger werden bei Erhalt und Erneuerung der Hochwasserschutzanlagen der Hagenstadt Prognosen zum Klimawandel berücksichtigt.

Insgesamt umgeben Hamburg 103 km Hauptdeichlinie. Davon sind 78 km Deich und 25 km Wände. Hinter Sperrwerken und tidefreien Gewässern kommen noch einmal 35 km hinzu, heißt es in den Pressematerialien der Stadt.

Und weiter: „Das aktuelle Bauprogramm Hochwasserschutz ist auf 20 Jahre angelegt und mit 550 Millionen € Kosten veranschlagt. Nach Abschluss aller Maßnahmen werden 78 km Deiche und 25 km Hochwasserschutzwände durch eine durchschnittliche Erhöhung um 80 cm auch langfristig einen sicheren Schutz vor Sturmfluten bieten.“

Beim neuen Elb-Boulevard wurden 17.700 m² Basaltsteine für Pflaster und Wände verbaut, daneben 5437 Betonfertigstufen als Treppen sowie 32.400 m³ Stahlbeton, 3840 t Spundwandmaterial und 649 Bohrpfähle.

Sieleinstieg-Häuschen an der Straße Vorsetzen auf de rHöhe Baumwall. Foto: Huhu Uet / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

Noch ein Schmankerl: Nicht weit entfernt an der Straße Vorsetzen auf der Höhe Baumwall gibt es ein Sieleinstieg-Häuschen, also einen Zugang zur Kanalisation. Das Bauwerk mit Naturstein-Verkleidung wurde im Jahr 1904 nur für den Zweck errichtet, dass der Kaiser der Hamburger Unterwelt einen Besuch abstattete. Zum jährlichen Tag des Denkmals (2019: 08. September) kann es üblicherweise besichtigt werden.

(29.08.2019)