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In Frankreichs Zentralmassiv wurden 30 Menhire und ein steinernes Grabfeld gefunden

Die Menhire und das Grabfeld.

Vor langer Zeit waren die Steine umgestoßen worden, vielleicht um sie in der Landschaft verschwinden zu lassen

Eine Gruppe von französischen Wissenschaftlern hat im Massif Central bei Veyre-Monton (Département Puy-de-Dôme) etwa 30 Menhire ausgegraben, die in einer bestimmten Linie ausgerichtet waren. Die Archäologen kamen vom französischen Institut für Präventive Archäologische Untersuchen (Inrap) und erfolgten im Zusammenhang mit einer Verbreiterung der Autobahn A 75.

Die Wissenschaftler berichten auf der Webpage des Instituts auch in englischer Sprache: „Die Monolithen sind 1 bis 1,6 m hoch und formen eine mehr oder weniger gerade Linie, die sich über 150 m durch die Zone der Ausgrabungen und vermutlich darüber hinaus erstreckt. Sie werden von einer weiteren Anordnung großer Steine begrenzt, in deren Fortsetzung 5 Steine in Hufeisenform angeordnet sind…“

Auffallend ist, dass die größten Steine sich nördlich an einem Abhang befinden, während die kleineren im Süden liegen und näher beieinander angeordnet sind. „Die Ausrichtung folgt einer Nord-Süd-Achse in unmittelbarer Nähe eines Gebirgspasses.“

Die menschenähnliche Statue.

Einer der Menhire hat Ähnlichkeiten mit einer menschlichen Statue: vielleicht zeigt er grob geformte Schultern und 2 kleine Brüste… Die kaum erkennbaren Strukturen etwa 50 cm tiefer können vielleicht verschränkte Arme zeigen.

Solche menschenähnlichen Menhire sind selten in Frankreich und waren bislang fast nur ums Mittelmeer herum gefunden worden. Die Statue aus Veyre-Monton hat Ähnlichkeiten mit solchen Steinen in der Bretagne und der Schweiz.

Grabfeld mit den sterblichen Überresten eines großen Mannes in der Mitte.

Gefunden wurde auch ein rechteckiges steinernes Grabfeld, in dessen Mitte einmal ein großer Mann begraben war.

„Wie man es von Fundstellen etwa in Belz im Morbihan kennt, waren auch die Menhire von Veyre-Monton umgeworfen, vielleicht um sie in der Landschaft verschwinden zu lassen. In Gruben geworfen, manchmal beschädigt und mit Schmutz bedeckt, wurden sie wohl bei einer Bilderstürmerei zerstört, als sich eine neue Glaubensrichtung durchsetzte“, heißt es weiter auf der Webpage.

Quelle: Inrap

(10.09.2019)