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Neuer Kurs zum Restaurator im Steinmetzhandwerk für Meister am Steinzentrum Wunsiedel

Ein Kursteilnehmer bei der Rissinjektion an einem Spitzbogentympanon aus Molasse Sandstein.

Neben Theorie und Praxis sowie Erfahrungsaustausch gehören auch Exkursionen zum Programm / Beginn am 04. November 2019

Seit über 25 Jahren bietet das Europäische Fortbildungszentrum für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk (EFBZ) Weiterbildungen zum Thema Konservierung und Restaurierung. Im nächsten Kurs „Restaurator/in im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk“, der am 04. November 2019 beginnt, sind noch einige Plätze frei. Der Lehrgang wird nach bundeseinheitlichem Lehrplan unterrichtet und schließt mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer für Oberfranken ab.

Inhalte der Fortbildung sind unter anderem Denkmalpflege und Denkmalschutz, naturwissenschaftliche Grundlagen (Gesteine, Physik, Chemie, Baustoffe, Putze, Mörtel, Betone), Steinreinigung und Steinkonservierung, Bestandsaufnahme und Dokumentation, Steinersatzstoffe, Formenbau und Herstellen von Kopien, Rekonstruktionstechniken, Steinergänzung und Steinerneuerung sowie Farbe auf Baustoffen.

Neben den Fachleuten vor Ort vermitteln zahlreiche Referenten aus Handwerk, Industrie, von Dombauhütten, Denkmalfachbehörden und Universitäten ihr Wissen. Außerdem bringen die Kursteilnehmer – das sind Meister, die aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich kommen – selber ihr Fachwissen und Können in den Unterricht mit ein.

Auch erfahrene Steinmetze nutzen regelmäßig das Bildungsangebot, um neue Entwicklungen in der Methodik oder Technik zu erfahren und so auf dem neuesten Stand zu bleiben. Der gegenseitige, für alle Beteiligten interessante Erfahrungsaustausch sowie das interdisziplinäre und wissenschaftliche Arbeiten ist Bestandteil des Lehrkonzeptes.

In Wunsiedel wird neben dem theoretischen Unterricht besonderer Wert auf die Praxis in Werkstatt und Labor gelegt, wobei insbesondere auch schwierige Restaurierungsprobleme an Natursteinoriginalen nach den neuesten Erkenntnissen behandelt werden. Ein weiterer Pluspunkt sind die vielen praktischen Übungen, bei denen die Kursteilnehmer selbst an Projekten arbeiten.

Die Kursteilnehmer bei einer der zahlreichen Exkursionen, hier zum Regensburger Dom.

Die Ausbildung wird vervollständigt durch Exkursionen und Arbeitsbesuche unter fachkundiger Leitung zu kulturhistorisch wertvollen Bauwerken und Denkmalen im In- und Ausland. Dabei werden Restaurierungsarbeiten mit Fachleuten vor Ort und den begleitenden Fachdozenten diskutiert, dokumentiert und bewertet. Ein Höhepunkt für die zukünftigen Restauratoren ist die Verlegung des Unterrichtsortes nach Rom, damit die Kunst- und Kulturgeschichte auch hautnah vor Ort gelehrt und erlebt werden kann.

Der nächste Restauratorenkurs für Meister beginnt am 04. November 2019.

Informationen und Anmeldungen: Europäisches Fortbildungszentrum (EFBZ) in Wunsiedel, Mail, Telefon: 09232-1038

Quelle: EFBZ

(19.10.2019)