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Mehr als 100 neue Nazca-Geoglyphen mit Darstellungen von Personen und Tieren in Peru entdeckt

Geoglyphen-Foto (links) und nach Bearbeitung mit der Künstlichen Intelligenz von IBM.

Die Linien über Land wurden zwischen 100 v.Chr. und 300 n.Chr. erstellt und sind Zeugnisse einer präkolumbianischen Kultur

143 neue Geoglyphen wurden in der Nazca Pampa in Peru entdeckt. Sie zeigen Darstellungen von Menschen, Tieren und verschiedenen Objekten. Ein Team um Professor Masato Sakai von der Yamagata University in Japan machte die sensationellen Entdeckungen nach 15 Jahren Forschungen mit Felduntersuchungen und modernen Technologien, unter anderem Künstlicher Intelligenz.

Geoglyphen sind mysteriöse Linien auf dem Erdboden aus alter Zeit, die man aus vielen Ländern kennt. Die aus der Nazca-Kultur wurden geschaffen, indem die Menschen die auf dem Boden herumliegenden Stein aufsammelten und zu bestimmten Formen komponierten. Damit gaben sie den hellen Sand darunter frei.

Die Formen werden in 2 Haupttypen eingeteilt, je nachdem, ob die entfernten Steine Linien oder einfarbige Oberflächen bilden.

Vogel, als Linie. Rechts: Bild nach Bearbeitung.

Die Nazca-Pampa ist ein Gebiet mit ungefähr 20 mal 15 km Fläche. Die Geoglyphen dort wurden im Jahr 1994 in die Welterbeliste der Unesco aufgenommen, um die Glaubenswelt und das Können der Menschen jener präkolumbianischen Kultur zu bewahren.

Die neu entdeckten Linien zeigen Menschen und zahlreiche Tiere, darunter Vögel, Affen, Fische, Schlangen, Füchse, Katzen und Kamele. Sie stammen aus der Zeit von 100 v. Chr. bis 300 n. Chr. Die längste Linie misst über 100 m, die kleinste unter 5 m.

Feldforschung war eine der Methoden der Forscher. Hier hieß das, dass sie Keramikreste, Steine und Erde zu durchsuchen hatten. Außerdem wurden die Daten von hochauflösenden Flächenfotos und von Lasermessungen aus der Luft interpretiert.

Zweiköpfige Schlange mit Humanoiden. Rechts: Bild nach Bearbeitung.Fisch: Rechts: Bild nach Bearbeitung.

In einer besonderen Machbarkeitsstudie kam auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz. IBM war hier mit Software und einem Hochleistungsrechner beteiligt, und man entdeckte eine Struktur.

Die Wissenschaftler hoffen, dass die neuen Möglichkeiten helfen werden, mehr Wissen um die geheimnisvollen Linien zu bekommen und sie damit auch besser schützen zu können. Denn in der Vergangenheit wurden es neue Siedlungen gebaut, die die alten Geoglyphen in Mitleidenschaft gezogen haben.

Die Forscher verstehen die berühmten Linien auf der Hochebene von Peru Forscher als Ritualorte der Nazca-Kultur. Diese bewohnte ehemals die Gegend nahe der Pazifikküste und verschwand, als das Klima dort sich zur heutigen Trockenheit wandelte. Funde von Opfergefäßen entlang der Linien über Berg und Tal lassen die Vermutung zu, dass die Menschen ehemals dort ihre religiösen Zeremonien veranstalteten. Vielleicht waren die Linien Wege, die Priester oder Gläubige beim Beten um mehr Regen zu beschreiten hatten.

Quelle: Yamagata University

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(24.11.2019)