www.stone-ideas.com

Pearl De Buck entwirft und fertigt lederne Handtaschen und fügt manchmal steinerne Details dazu

„Paarl“, Handtasche von Pearl De Buck.

Die belgische Designerin mit Studio in Gent kontrastiert natürliche Materialien mit Neonfarben und hebt mitunter die Nähte gezielt hervor

Die Natur hat viele wunderschöne Materialien hervorgebracht, aber es ist erst die Kunst oder das Handwerk der Menschen, das den Stoffen ein Leuchten gibt. Die Handtaschen der belgischen Designerin Pearl De Buck haben diese Ausstrahlung: bei manchen freut sich der Betrachter über den „Haarschnitt“, den die Natur dem verwendeten Leder mitgegeben hat, und bei anderen sind es die kräftigen, fast Neon-Farben, die im Design als Kontrast zu dem natürlichen Erscheinungsbild hinzukommen.

Kein Wunder, dass auch Naturstein als Material auftaucht, superdünn geschnitten und auf eine ebenso dünne Aluminiumplatte aufgebracht. Der Stein stammt von der belgischen Firma Potier.

„Paarl“, Handtasche von Pearl De Buck.

Wir wollen nichts zum Design und zum Stil der Künstlerin erzählen – die Fotos der Taschen sprechen für sich. Es sind Schmuckstücke aus der Kategorie jener Gegenstände, die man einmal kauft und an denen man sich ganze Leben lang freut.

Pearl-Lisa De Buck, so der komplette Name, ist die Tochter des Schmuckdesigners Siegfried De Buck und der Galeristin Hermine De Groeve. Sie studierte Mode und Textildesign und arbeitete eine Weile als Textildesignerin in einer Polsterfirma. Dort blieb ihre kreative Ader jedoch unerfüllt, und auch ihre geschäftlichen Ambitionen kamen nicht recht zum Zug.

Das gelang ihr erst, als sie sich auf Leder und Handtaschen einließ. Das Wissen um ihr liebstes Material, die Tierhaut beziehungsweise das Leder, eignete sich autodidaktisch an. Das mag man kaum glauben.

„Paarl“, Handtasche von Pearl De Buck.

Viele kleine Details geben ihren Arbeiten schon beim bloßen Hinschauen einen wertvollen Ausdruck. Zum Beispiel die Nähte: sie sind äußerst akkurat geführt und mitunter in der Farbe deutlich vom restlichen Material abgesetzt. Die Designerin verschweigt die Funktion des Fadens nicht, sondern erhöht ihn durch Gestaltung. So etwas kennen wir aus der Architektur, wo die Planer mitunter in der Fassade zeigen, wie die Lasten der oberen Geschosse und des Daches in die Fundamente abgeleitet werden.

Ach ja, wir schweifen ab – zu Pearl De Bucks Handtaschen muss man eigentlich gar nichts sagen, wie gesagt. In ihrem Studio in Ghent kann man sie anschauen.

Pearl De Buck

Potier Stone

„Paarl“, Handtasche von Pearl De Buck.„Paarl“, Handtasche von Pearl De Buck.

(06.12.2019)