Chinas Außenhandel verzeichnete in den Monaten Januar-Februar 2020 einen Einbruch

Chinas Wirtschaft liegt derzeit im Dock.

Die Im- und Exporte gingen im Schnitt um (-)11% zurück / ASEAN-Staaten jedoch mit leichtem Anstieg an 1. Stelle der Handelspartner

Die chinesische Zollbehörde hat Zahlen für den Außenhandel des Landes im Januar und Februar 2020 vorgelegt: insgesamt gab es einen deutlichen Rückgang gegenüber den Monaten des Vorjahres, und zwar um (-)11%. Das gesamte Handelsvolumen belief damit sich auf 591,99 Milliarden US-Dollar. Besonders deutlich war der Rückgang bei den Exporten: um (-)17,2% auf 292,45 Mrd. USD, bei den Importen um (-)4% auf 299,54 Mrd. USD.

Die Behörde betont, dass sie in diesen Zahlen nur Momentaufnahmen sieht: Eine Befragung von stichprobenartig ausgewählten 2.552 Unternehmen des Außenhandels habe ergeben, dass  zum Ende Februar 80,6% von ihnen ihre Aktivitäten wieder aufgenommen hätten. Seit Jahresbeginn hatten viele wegen des Coronavirus‘ den Betrieb reduziert oder ganz geschlossen. Weiter heißt es: „Es sollte gesagt werden, dass die Auswirkungen der Epidemie auf Import und Export vorübergehend sind und sich der langfristig positive Trend der Außenhandelsentwicklung nicht geändert hat.“

Besondere Betrachtung verdienen die behördlichen Zahlen im Bezug auf Chinas wichtigste Handelspartner. Während der Handel mit Ländern im Westen stark zurückging, stieg er umgekehrt bei den ASEAN-Staaten und im Bereich der „Neuen Seidenstraße“ (One Belt, One Road) leicht an.

Die Zahlen zur Seidenstraße werden in der Mitteilung der Zollverwaltung separat genannt, weil sie auch einige Länder in Asien, Afrika oder den Staaten der ehemaligen Sowjetunion einbeziehen.

Zollverwaltung (Chinese)

Quelle: Zollverwaltung

(09.03.2020)