Ganz neue Idee: Design-Studio Handvärk aus Dänemark setzt Tischplatten aus großen Marmorfliesen zusammen

Handvärk, Design Emil Thorup. Handvärk, Design Emil Thorup. Foto: Peter Becker

Es ergeben sich mehr als unübliche Gestaltungsmöglichkeiten für den Benutzer / Zielgruppe sind nicht die Reichen

Für Tischplatten aus Naturstein galt bisher: je größer, desto besser, auf jeden Fall aus einem Stück. Nun aber taucht aus Dänemark eine Designer-Idee auf, die diese althergebrachten Orientierung buchstäblich vom Tisch räumt: die jungen Gestalter des Studios Handvärk setzen bei Ihren Ess- und Beistelltischen die Platten aus großformatigen Fliesen zusammen!

Offenbar wollen sie eine neue Zielgruppe für ihre Naturstein-Möbel erschließen – nämlich die obere Mittelschicht. Bisher ging es im Möbelau mit Naturstein immer nur um die Reichen.

Handvärk, Design Emil Thorup.

Zugegeben: die Tische aus Dänemark sind auf den 1. Blick sehr ungewohnt. Aber man wird schnell vom Design gefangen. Schließlich sind die Platten in den Größen von 45,7 x 45,7cm (1,2 cm dick) sehr exakt gearbeitet, und auch in kleinen Dimension verliert der Stein nicht seine Eleganz. Außerdem ist das Konzept von Designer und Firmengründer Emil Thorup mit den einfachen geometrischen Formen in sich schlüssig. Das gilt insbesondere für den Tischrand.

Praktisch veranlagt wie wir sind, sind uns natürlich sofort ein paar Aspekte in den Sinn gekommen, die für solche zusammengesetzten Tischplatten gelten:
* wie die einzelnen Fliesen komponiert werden, ist dem Benutzer überlassen und erlaubt ein Spiel mit den Adern im Stein;
* die 4 Marmorsorten (weiß, schwarz, grün, grau), die die Firma im Angebot hat, könnte der Kunde auch untereinander mischen, dies im Bezug auf einen einzelnen Tisch aber genauso auch über alle Möbelstücke der Handvärk-Kollektion in seiner Wohnung.

Handvärk, Design Emil Thorup.

Die Folgerung daraus ist verrückt, passt aber in den Trend der Individualität: je nachdem, welche Gäste man erwartet, komponiert man die Platten für den Esstisch und die Beistelltische neu.

Könnte es bei diesen Möbeln also neben den Tischgestellen auch komplette Sätze von Marmorfliesen geben, mit denen man die Tische sozusagen immer wieder neu deckt?

Die Gestelle sind sehr einfach gestaltet: verwendet wird mit schwarzem Pulver beschichteter Stahl in halbmattem Finish. Zusätze aus Messing setzen Akzente.

Es gibt den Esstisch mit maximal 230 cm Länge (Breite: 96 cm, Höhe: 74 cm, Gewicht: 106 kg). Einer der Beistelltisch hat 60 x 60 cm und nur eine Fliese als Platte.

Eine weitere Besonderheit des Designs ist, dass die Gestelle nur zusammengeschraubt sind und – wie die Platten – folglich ebenfalls problemlos demontiert werden können. Das hat uns das alte Ikea-Erfolgssmodell wieder ins Gedächtnis gerufen: es basierte darauf, dass jeder die Möbel selber transportieren und nachher zuhause aufbauen konnte. Auch bei Handvärk ist der Inbusschlüssel das zentrale Werkzeug, das mitgeliefert wird.

Handvärk, Design Emil Thorup.

Eine weitere Variante der Tischplatten gibt es, nämlich das Fischgrätmuster. Hier sind 25 schräge Einzelstücke miteinander verklebt, und es gibt nur 2 große Hälften.

Zu Ihrem Gestaltungskonzept schreibt die Firma in Ihren Presseunterlagen: „Ästhetische Nachhaltigkeit ist der Schlüssel bei allen unseren Produkten.“ Dabei geht es auch darum, „Möbel (zu) schaffen, die ein Leben lang halten“. Die Gestaltung sei geprägt von einer „nordischen DNA“, so Emil Thorup. Handvärk wurde 2015 gegründet.

Handvärk

Fotos: Handvärk

Handvärk, Design Emil Thorup. Handvärk, Design Emil Thorup. Handvärk, Design Emil Thorup.

(23.03.2020)