Marmomac 2020: 10 internationale Designer re-interpretieren den Marmor, indem sie dem uralten Material mit neuen Technologien aktuelle Gestaltungen geben

Wallpaper* Handmade 2013, Michael Anastassiades, Henraux.

Gezeigt werden sowohl skulpturale Möbel und unerwartete Objekte als auch essentielle und minimale Formen oder Ideen, die sich auf die Adern und Farben des Steins konzentrieren

Die Veronafiere hat uns die folgende Pressemitteilung zur Marmomac (30. September – 03. Oktober 2020) zugesandt. Es geht um eine der Ausstellungen, die in Halle 1 gezeigt werden sollen:

Marmor stammt vom griechischen Wort marmaros ab, was „leuchtender Stein“ bedeutet. Er wird seit der Antike für Skulptur und Architektur verwendet und gilt heute als der noble Stein schlechthin. Die Tradition der Verarbeitung seit der Antike wird ständig von zeitgenössischen Designern aktualisiert, die sehr unterschiedliche Ansätze verfolgen. Ihr Ziel ist es, das uralte Wissen der Steinmetze mit modernsten Technologien zu verbinden.

Einige konzentrieren sich auf die Adern, die Farben, die Formbarkeit und die visuelle Erscheinung des Steins, um neue Klassiker und zeitgenössische Einrichtungsgegenstände zu schaffen. Andere nutzen die neuen Technologien, um sehr dünne Gegenstände herzustellen, die sie dann zu skulpturalen Möbeln und unerwarteten Objekten formen; wieder andere setzen auf essentielle und minimale Formen und knüpfen offen an die Designgeschichte an; wieder andere spielen mit Kombinationen, Mustern und Farben, um neue Trends zu schaffen.

Die Marmomac ist die führende internationale Fachmesse speziell für Marmor und Naturstein und präsentiert dieses herausragende Können sowohl in Gestaltung als auch in Verarbeitung dadurch, dass sie 10 große Namen der zeitgenössischen Szene eingeladen hat, den Stein durch innovative Projekte kreativ zu interpretieren.

Marmomac, 30. September – 03. Oktober 2020

Wallpaper* Handmade 2013, Michael Anastassiades, Henraux. Für Wallpaper* Handmade 2013 fragte Michael Anastassiades zusammen mit Henraux danach, was sich aus dünnen Miracle Chips machen ließe. Der zypriotische Designer trieb die Möglichkeiten der fortschrittlichen Technologien des in der Toskana ansässigen Unternehmens bis an die Grenze des Machbaren, während er die ganze Schönheit und die intrinsischen Eigenschaften des Materials beibehielt. Quelle: Henraux
 

Marmeria, Archea Associati, Luce di Carrara.Das von Archea Associati für Luce di Carrara entworfene Bücherregal Marmeria wurde 2015 auf der Marmomac in einer Vorpremiere vorgestellt; es besteht aus Einzelstücken, die frei zusammengestellt werden können. Dieses Möbelstück hebt die Eigenschaften, Farben und taktilen Empfindungen des Marmors hervor, die je nach Art und Helligkeit der Oberflächenbeschaffenheit variieren. Quelle: Luce di Carrara
 

Ronan und Erwan Bouroullec.Ronan und Erwan Bouroullec schufen im Garten des Campus Vitra in Weil am Rhein einen kleinen, aber dennoch monumentalen Brunnen. Ein langes, sich verjüngendes Element aus grauem Marmor hat einen kleinen Wasserhahn und eine zentrale Rille, in der das Wasser abfließt. Quelle: Vitra
 

Time Machine, Lee Broom.Lee Broom, ein britischer Designer, feierte den zehnten Jahrestag seines Ateliers mit einer von Brutalismus inspirierten Pendeluhr in limitierter Auflage. Das Projekt Time Machine wurde aus einem einzigen Block Carrara-Marmor hergestellt. Quelle: Lee Broom
 

Zaha Hadid Architects, New Fundamentals Research Group, AKT II, reslisiert von Generelli SA.Wie man einen Designklassiker mit zeitgenössischen Technologien neu interpretiert: Zaha Hadid Architects haben mit der New Fundamentals Research Group und dem Ingenieurbüro AKT II zusammengearbeitet, um den legendären Shell Chair des dänischen Designers Hans J. Wegner aus dem Jahr 1963 mit Marmor und Kohlefaser neu zu schaffen. Die Realisieung erfolgte durch die Firma Generelli SA, Rivera mit deren Patent. Quelle: ZHA
 

Tom Dixon.Ein Material, das allgemein als massiv, schwer und dauerhaft empfunden wird, kann dennoch auch leicht und ätherisch sein. Die Hängelampe des Londoner Designers Tom Dixon ist ein klarer Beweis dafür. Quelle: Tom Dixon
 

Karl Lagerfeld.Im Jahr 2011 nahm der legendäre Stilist Karl Lagerfeld die Herausforderungen von Marmor und dem übermächtigen griechisch-römischen Stil an, um eine kostbare und beeindruckende Sammlung von „funktionalen Skulpturen“ zu entwickeln, die er dann in der Carpenters Workshop Gallery in Paris ausstellte. Quelle: Carpenters Workshop Galerie
 

Piero Lissoni, Cassina.Piero Lissoni schuf eine Serie von Tischen und Couchtischen mit charakteristischen zylindrischen und modularen Formen. Die Kollektion von 1949 wird durch die verwendeten hochwertigen Materialien aufgewertet, darunter massives Eschenholz, vier Marmorsorten und Varianten mit Glasplatten in verschiedenen Farben. Quelle: Cassina
 

Volumes, Konstantin Grcic, Kreo.Die Volumes-Sammlung von Konstantin Grcic für die Galerie Kreo in London verwischt die Grenze zwischen Skulptur und Design. Der deutsche Designer arbeitete mit Blöcken aus Marmor Bleu de Savoie, um so sechs Einrichtungsgegenstände aus einem Block zu gewinnen. Quelle: Galerie Kreo
 

Onda, Paolo Ulian, Moreno Ratti, Upground.Die geschwungene Außenbank Onda der italienischen Designer Paolo Ulian und Moreno Ratti will den Materialabfall minimieren. Das Möbelstück von Upground wird aus einem einzigen Block hergestellt, dessen Lagen nacheinander geschnitten werden. Quelle: Paolo Ulian, Moreno Ratti

(02.05.2020)