Markscheider der TU Bergakademie Freiberg vermessen Sandsteinformationen an der Felsenbühne Rathen zur Sicherung der Umbauarbeiten dort

Blick von der Felsenburg Neurathen zu den Wehltürmen (Ferdinandstein), dem Wehlgrund und der Wehlgrundsicht. Foto: Andreas Steinhoff / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>, <a href=" https://en.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons_license"target="_blank">Creative Commons License</a>

Die Wissenschaftler digitalisierten die Felsformationen der „Wehltürme“ und der „kleinen Gans/Wehlnadel“ im Gebiet der Bastei

Unter Einhaltung der Corona-Regelungen konnten die Wissenschaftler des Institutes für Markscheidewesen und Geodäsie der TU Bergakademie Freiberg auch in diesem Jahr die Felsformationen im Gebiet der Bastei in der Sächsischen Schweiz vermessen. Damit gewährleisten sie unter anderem die Sicherheit für die zurzeit laufenden Umbauarbeiten an der Felsenbühne Rathen dort.

Die Umbauarbeiten haben im April 2020 begonnen. Geplant ist der Neubau eines Funktionsgebäudes und eines Orchesterpavillons sowie insgesamt eine Modernisierung des Naturtheaters.

Nachdem im März infolge der Corona-Einschränkungen eine Wiederholungsmessung nicht möglich war, wurde diese nun im Oktober nachgeholt. Im Auftrag der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz erfassten die Freiberger Wissenschaftler die Felsformationen der „Wehltürme“ und der „kleinen Gans/Wehlnadel“, welche im Norden und Süden die Felsenbühne Rathen überragen.

Der im Bereich des Plattensteins aufgebaute Laserscanner VZ-400i. Foto: Institut für Markscheidewesen, TU Bergakademie Freiberg

Aus den dort entstandenen Daten haben sie nun ein animiertes 3D-Modell erstellt und dieses mit den Ausgangs- und Vergleichswerten der letzten beiden Jahre verglichen.

„Wie im Jahr zuvor, ergaben sich auch 2020 aus den Vergleichen an den Oberflächen in den 3D-Modellen keine sichtbaren Veränderungen. Es besteht also derzeit keine Gefahr für das Gebiet um die Bastei sowie für die Umbau- und Sanierungsarbeiten an der Felsenbühne“, erklärt Dr. Thomas Martienßen vom Institut für Markscheidewesen und Geodäsie.

Die Erstellung von Monitoring- Konzepten und ihre Umsetzung in praktischen Messeinsätzen sind auch Gegenstand der beiden Studiengänge „Markscheidewesen und Angewandte Geodäsie“ und „Geomatics for Mineral Resource Management“ an der TU Bergakademie Freiberg. Studierende erwerben nicht nur das theoretische Wissen für die Erstellung und Analyse von 3D-Modellen, sondern können dies auch in der Praxis anwenden.
Die Felsenbühne wird seit 1936 betrieben. Aktuelle Aufführungen dort sind Winnetou-Inszenierungen, Opern und Musicals. Als Zeitpunkt für das Ende der Baumaßnahmen ist April 2022 anvisiert.

3-D-Modell

Baumaßnahmen an der Felsenbühne

(13.12.2020)