Wissenschaft Aktuell: Neues vom Kreislauf der Gesteine, Bakterien machen Staub aus Gestein, als die Sahara mehrmals grün war, Tagung GeoMonitoring am 05. März nur digital

Granatsandstrand auf Goodenough Island, Papua-Neuguinea. Foto: Paul Fitzgerald
Erkenntnisse über unseren Planeten, seine Geologie und andere Steingeschichten

Den Kreislauf der Gesteine kann man in Granatsand nachlesen: Auf einer abgelegenen Insel in Papua-Neuguinea hat ein internationales Forschungsteam anhand von winzigen „Einschlüssen“ in den Granatkörnern deren Weg von der Erdoberfläche bis tief in den oberen Erdmantel und zurück an die Oberfläche nachvollzogen.
https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=6147
 

Doktorand Frédéric Lapierre konnte das Bakterienwachstum deutlich verbessern. Foto: Johanna WeberDie Bakterienart Sporosarcina pasteurii ist in der Lage, bei ihrem Stoffwechsel das Mineral Kalk auf Oberflächen abzulagern. Dieses Phänomen kann auf verschiedene Weise genutzt werden, zum Beispiel für die Rissheilung im Beton, zur Staubkontrolle im Tagebau oder zur Fixierung von Schwermetallen in Böden, sodass diese nicht in das Grundwasser gelangen können.
https://www.hm.edu/allgemein/aktuelles/news/newsdetail_206273.de.html
 

Überblick über das Untersuchungsgebiet in Nordafrika und vor der Küste Libyens. Zu sehen sind auch die alten Flussläufe und der Ort, an dem der Sedimentkern entnommen wurde. Grafik: Axel Timmermann Große Teile der heutigen Sahara waren vor Tausenden von Jahren wiederholt grün. Das weiß man aus Felszeichnungen. Die Analyse von Sedimentkernen aus dem Mittelmeer vor der Küste Libyens kombiniert mit Erdsystemmodellen erzählt nun viel detaillierter die Geschichte der mehrmaligen großen Umweltveränderungen in Nordafrika während der letzten 160.000 Jahre.
https://www.gfz-potsdam.de/medien-kommunikation/meldungen/detailansicht/article/als-fluesse-durch-eine-gruene-sahara-flossen/
 

Durch Geomonitoring sollen Risiken minimiert werden. Foto: TU ClausthalDie Tagung GeoMonitoring findet digital und live am 05. März 2021 statt. Im Vordergrund steht die Überwachung geometrischer Veränderungen von natürlichen und künstlichen Objekten im vom Menschen beeinflussten System Erde. Interessierte können sich ab sofort anmelden. Die Teilnahme in diesem Jahr ist kostenlos und ausschließlich via Videokonferenztool möglich.
https://www.geo-monitoring.org/de/tagungen/2021

(02.02.2021)