Wissenschaft Aktuell: Tsunamis durch Felsstürze, Wirkstoffe aus der Tiefsee, Sedimentkerne aus dem Bodensee, Mondsiedlung aus 3D-gedrucktem Regolith

Blick vom Forschungsschiff SONNE auf den Ätna. Ein Kollaps der Ostflanke könnte einen Tsunami auslösen. Foto: Thore Sager/GEOMAR

Erkenntnisse über unseren Planeten, seine Geologie und andere Steingeschichten

Inselvulkane und Vulkane entlang von Küsten bergen das Risiko, dass ein Hang abbricht und ein Tsunami entsteht. Doch wann genau besteht die Gefahr eines Flankenkollapses? Wie lässt sich diese Gefahr besser abschätzen? Am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel wird dazu geforscht.
https://www.geomar.de/news/article/wie-gefaehrlich-sind-kuestenvulkane-und-vulkaninseln
 

Reinkultur der Roten Hefe Rhodotorula mucilaginosa, die aus Tiefseesediment-Proben des Mittelatlantischen Rückens isoliert wurde. Foto: L. Büdenbender / GEOMARZu den Mikroorganismen, die medizinische Wirkstoffe produzieren können, gehört auch die sogenannte Rote Hefe aus der Art Rhodotorula mucilaginosa. Sie kommt in Sedimenten in der Tiefsee des Mittelatlantischen Rückens vor. Wissenschaftler haben sie nun isoliert und ihre antibakteriellen und krebshemmenden Wirkstoffe nachgewiesen.
https://www.uni-kiel.de/de/universitaet/detailansicht/news/008-marine-hefepilze
 

Von einer kompakten, schwimmenden Plattform aus lässt sich ein Bohrhammer betreiben, um auch aus den Sedimenten von Bergseen Klimadaten zu gewinnen. Foto: Fraunhofer IEG / GFZ Potsdam
Die Sedimente von Seen und Meeren geben wichtige Einblicke in die Klimageschichte der Erde. Doch gerade die besonders interessanten, tieferen Sedimente der Seen in den Bergregionen bleiben für übliche Bohrgeräte oft unerreichbar. Forscher konnten nun mit besonderen Gerät eine tiefe, zusammenhängende Sedimentprobe aus dem Bodensee ziehen und damit weit zurück ins frühere Klima blicken.
https://www.ieg.fraunhofer.de/de/presse/pressemitteilungen/kompakte-bohrtechnik-erschliesst-sedimente-bodensee.html
 

Erste Bahnen als Basis für Bausteine aus Mondstaub – das Projekt MOONRISE legte dafür den Grundstein. Foto: LZH
Als Bausteine sind sie noch nicht nutzbar – aber die mit dem Laser aufgeschmolzenen Bahnen sind ein erster Schritt zu 3D-gedruckten Gebäuden, Landeplätzen und Straßen aus Mondstaub. Wissenschaftlern ist es nun gelungen, sowohl Regolith unter Mondgravitation aufzuschmelzen als auch zusammenhängende Bahnen per 3D-Drucker herzustellen
https://www.lzh.de/de/publikationen/pressemitteilungen/2021/moonrise-schritt-fuer-schritt-zur-siedlung-aus-mondstaub

(15.02.2021)