Wissenschaft Aktuell: organische Moleküle für frühes Leben, prähistorische Bergstürze in den Alpen, Tiefseebergbau zum Menschheitsnutzen, ein Pfeilschwanzkrebs aus der Jurazeit

3,5 Milliarden Jahre alter Baryt (unten) mit versteinerter mikrobieller Matte (oben) aus der Dresser-Formation in NW-Australien. Foto: Helge Missbach

Erkenntnisse über unseren Planeten, seine Geologie und andere Steingeschichten

(Foto oben) Eine weit verbreitete Hypothese besagt, dass frühestes Leben kleine organische Moleküle als Baustoffe und Energiequellen nutzte. Jedoch konnte die Existenz solcher Bestandteile in frühen Lebensräumen auf der Erde bisher nicht belegt werden. Nun konnten Forscher erstmals biologisch wichtige organische Moleküle in archaischen Fluideinschlüssen nachweisen
https://portal.uni-koeln.de/universitaet/aktuell/presseinformationen/detail/treibstoff-fruehesten-lebens-organische-molekuele-in-35-milliarden-jahre-alten-gesteinen-nachgewiesen
 

Das Team vom Institut für Geologie entnimmt von einer schwimmenden Bohrplattform bis zu 8 Meter lange Bohrkerne aus dem Plansee im Tiroler Bezirk Reutte. Foto: Jasper MoernautSeltene, aber starke Erdbeben waren die Ursache für prähistorische Bergstürze in den österreichischen Alpen, wie Analysen von Seeschlamm aus dem Piburgersee im Ötztal und dem Plansee im Bezirk Reutte in Tirol zeigen. Geologen identifizierten 10 prähistorische Erdbeben mit einer Magnitude zwischen 5,5 und 6,5. Beben dieser Stärke waren in historischen Aufzeichnungen aus der Region bisher nicht dokumentiert
https://www.uibk.ac.at/newsroom/starkbeben-waren-ausloeser-fuer-tiroler-bergstuerze-am-fernpass-und-am-tschirgant.html.de
 

Foto: von einem der vielen Tiefseeberge. Quelle: NOAA Office of Ocean Exploration and Research / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>, <a href=" https://en.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons_license"target="_blank">Creative Commons License</a> Während sich Investoren für die Bodenschätze des Tiefseebodens interessieren, entwickelt die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) Vorschriften, die deren künftige Erforschung und den Abbau von Bodenschätzen regeln sollen. Eine Stellungsnahme verschiedener Einrichtungen stellt 3 Empfehlungen vor, damit der Tiefseebergbau der gesamten Menschheit zugutekommt
https://www.iass-potsdam.de/de/news/tiefseebergbau-muss-der-gesamten-menschheit-nutzen
 

Der etwa 5cm große unscheinbare Abdruck eines Pfeilschwanzkrebses entpuppte sich als neue Art Franconiolimulus pochankei. Foto: Andreas Hecker / JME/SNSBNeue Funde in der Sandgrube Pechgraben bei Neudrossenfeld (Oberfranken): Ein Paläontologen-Team hat dort die neue Art eines Pfeilschwanzkrebs aus der Jurazeit vor rund 197 Millionen Jahren entdeckt. Überraschend für die Forscher war: Das Tier gehörte zu einer Familie von Pfeilschwanzkrebsen, die eigentlich seit Ende der Triaszeit als ausgestorben galt
https://www.snsb.de/index.php/de/aktuelles/999-pfeilschwanzkrebs

(23.02.2021)