Wissenschaft Aktuell: neuer Typ ozeanischen Basalts, Rieskrater für die Analyse von Einschlägen auf dem Mars, ein Meeresspiegel für alle, fossile Seekuh mit Tigerhai-Zähnen

Dr. Philipp Brandl arbeitete 2014 an Bord der DV JOIDES Resolution an der petrologischen Beschreibung eines der basaltischen Gesteinskerne. Foto: Bill Crawford/IODP.

Erkenntnisse über unseren Planeten, seine Geologie und andere Steingeschichten

(Foto oben) Fast wie Perlen auf einer Schnur ziehen sich südlich von Japan die Izu-Bonin- Inseln und die Inseln der Marianen durch den Westpazifik. Sie zeugen von gewaltigen tektonischen Kräften, die in der Region wirken und die östlich der Inseln eine tiefe Rinne im Meeresboden gebildet haben. Am Izu-Bonin-Bogen dort haben Forscher unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel einen unbekannten Typ ozeanischer Basalte etdeckt
https://www.geomar.de/news/article/einzigartige-gesteine-oeffnen-neue-einblicke-in-die-erdgeschichte
 

Die Vulkanasche, ein sehr leichtes Gestein, zeichnet sich durch stickstoffreiche Silikatminerale (weiß) und dunkle Glimmerkristallen aus. Foto: Gernot ArpDas knapp 15 Millionen Jahre alte Nördlinger Ries mit seinen Seeablagerungen ist ein sedimentgefüllter Einschlagkrater, vom Aufbau vergleichbar mit den Kratern, die derzeit auf dem Mars erkundet werden. Neben verschiedenen anderen Ablagerungen am Beckenrand bilden vor allem geschichtete Tonablagerungen die Kraterbeckenfüllung im Ries. Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen hat nun überraschend eine Vulkanasche-Schicht in dem Krater nachgewiesen.
https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=6221
 

Die Karte zeigt Veränderungen im Meeresniveau zwischen 1993 und 2018. Quelle: Wikimedia Commons / NOAADie Höhen auf der Landkarte werden traditionell in Metern über dem Meer angegeben. Doch der Meeresspiegel ist nicht überall gleich hoch. Unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) haben Forschungsgruppen ein Internationales-Höhen-Referenz-System, IHRS, entwickelt, das geodätische Messungen überall auf der Welt vergleichbar macht
https://www.lrg.tum.de/flr/organisation/aktuelles/article/ein-meeresspiegel-fuer-alle/
 

Einige der fossilen Knochen der jungen Seekuh mit den Biss Spuren und beiliegenden Zähnen des Tigerhaies Galeocerdo aduncus. Foto: NHM WienForscher des Naturhistorischen Museums Wien identifizierten ein einzigartiges fossiles Skelett einer Seekuh. Bei den Untersuchungen wurden neben Biss-Spuren an den Knochen der Seekuh auch Zähne eines Tigerhais entdeckt. Was erzählen uns diese Fossilien über das Leben vor 14.5 Millionen Jahren?
https://www.nhm-wien.ac.at/presse/pressemitteilungen2021/seekuh

(20.04.2021)