Auf unserer Liste für die Zeit nach Corona: São Paulo in Brasilien von seiner künstlerischen Seite mit Stein

Luiz Cristophe: „A Menina e o Bezerro”. Foto: Dornicke / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>, <a href=" https://en.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons_license"target="_blank">Creative Commons License</a>

Die Metropole beherbergt zahlreiche Skulpturen und natürlich einige monumentale Denkmale zur Geschichte des Landes

Die Wirtschaftsmetropole Brasiliens hat viel Kultur zu bieten, unter anderem sehenswerte Beispiele für moderne Architektur in den 1950ern und 1960ern und auch viele Steinskulpturen von internationalen Künstlern, über die ganze Stadt verteilt.

Wir präsentieren einige wenige. Für Hinweise zu den Steinen danken wir Carlos Rubens de Alencar, Gründer der Natursteinmesse in Fortaleza (FBSF) im Nordosten des Landes und Chef des Verbands Simagran-CE.

Am Largo do Arouche, nicht weit von der Praça da Republica mitten im Zentrum der Metropole, findet man die Skulptur „A Menina e o Bezerro” (Das Mädchen und das Kalb), von Luiz Cristophe um 1910 aus Marmor mit einem Sockel aus Itaquera Granit (siehe Foto ganz oben).

Charles Louis Eugène Virion: „Amor Materno“. Foto: Dornicke / Wikimedia Commons„Amor Materno“ (Mutterliebe), ebenfalls dort, dort zeigt eine Hündin mit ihrem Nachwuchs. Bildhauer war Charles Louis Eugène Virion um 1913. Er verwendete dieselben Materialien, jedoch wurde der Sockel inzwischen ausgetauscht.
 

Victor Brecheret: „Depois do Banho“. Foto: Dornicke / Wikimedia CommonsNoch auf ein weiteres Kunstwerk an dem Platz (mit dem berühmten Blumenmarkt) wollen wir hinweisen: „Depois do Banho“ (Nach dem Bade) zeigt eine nackte Frau, die sich entspannt räkelt. Das Bronzekunstwerk von Victor Brecheret mit einem Granitsockel aus dem Jahr 1941 führte anfangs zu heftigen Protesten der Anwohner.
 

Victor Brecheret: “Monumento às Bandeiras”. Foto: Wilfredor / Wikimedia CommonsVictor Brecheret: “Monumento às Bandeiras”. Foto: Dornicke / Wikimedia CommonsGanz anders sowohl vom Material als auch vom monumentalen Stil her ist das Werk “Monumento às Bandeiras” im Ibirapuera Park, ebenfalls von Victor Brecheret. Es erinnert an die Bandeirantes, die Nachfahren der Einwanderer, die im 17. und 18. Jahrhundert ins Umland zogen und die Gegend erschlossen. Einerseits stehen sie noch heute für das Aktivsein, das die Paulistas als ihr Markenzeichen sehen, andererseits agierten sie wie die ersten Kolonialherren und versklavten die Ureinwohner.
Das Monument wurde 1953 zum 400 Jahrestag der Stadt São Paulo der Öffentlichkeit übergeben. Es ist 11 m hoch, 8,40 m breit, knapp 44 m lang und besteht aus 240 Blöcken des Granits Gray Mauá, von denen jeder 50 t wiegt.
 

Victor Brecheret: „Eva“. Foto: Alexandre Possi / Wikimedia CommonsVictor Brecheret: „Monumento ao Duque de Caxias“. Foto Dornicke / Wikimedia CommonsZahlreiche weitere, sehr unterschiedliche Skulpturen desselben Künstlers findet man über die Stadt verteilt, etwa „Eva“ im Eingang zum Centro Cultural São Paulo oder das „Monumento ao Duque de Caxias“ auf der Praça Princesa Isabel.
 

Ettore Ximenes, Manfredo Manfredo: „Monumento à Independência do Brasil“. Foto: Igor Rando / Wikimedia CommonsEttore Ximenes, Manfredo Manfredo: „Monumento à Independência do Brasil“. Foto: Igor Rando / Wikimedia CommonsZu erwähnen ist natürlich auch das „Monumento à Independência do Brasil“ vom Künstler Ettore Ximenes und dem Architekten Manfredo Manfredi, errichtet 1922 aus Anlass des 100. Jubiläums der Unabhängigkeit Bariliens. Es besteht aus Granit und trägt zahlreiche Bronze-Statuen.
 

Francisco Leopoldo e Silva: „Nostalgia“. Foto: Letícia Contier / Wikimedia CommonsSchließlich noch eine Arbeit, um wieder zu normalen Dimensionen zurückzukommen: „Nostalgia“ von Francisco Leopoldo e Silva auf der Praça Professor Cardim. Leider ist das Werk beschädigt und stark verschmutzt.
 

Wer Portugiesisch liest, findet diese und mehr Kunstwerke sowie ihre Steinsorten auf 2 pdfs im Netz beschrieben (portugiesisch 1, 2).

(20.05.2021)