Die Gruftkapelle Doerr und Reinhart im Albert-Schulte-Park in Worms wird wiederhergestellt

Die Gruftkapelle Doerr und Reinhart in Worms. Fotos: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

Ein neugotischer Zentralbau in Form eines griechischen Kreuzes

Die Gruftkapelle Doerr und Reinhart im Albert-Schulte-Park in Worms besitzt lokale Bedeutung. Derzeit jedoch befindet sie sich in einem desolaten Zustand. Dies betrifft sowohl die Außenflächen als auch insbesondere das Erscheinungsbild des Innenraums. Das Bauwerk wurde in vergangener Zeit mehrfach durch Vandalismus beschädigt, dabei wurden etwa die Bleiglasfenster alle zerstört, weshalb die Fensteröffnungen mit Schutzgittern versehen werden mussten. Am Bauwerk sind zahlreiche konstruktive Risse und korrosionsbedingte Sprengrisse festzustellen, zudem sind zahlreiche Fugen ausgewaschen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Restaurierung dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale mit 10.000 Euro.

Der Albert-Schulte-Park wurde in den 1920er Jahren an der Stelle eines achtzig Jahre zuvor von der Stadt Worms eingerichteten Friedhofs angelegt. Auf diesem wurde noch gegen Ende des Jahrhunderts die Gruft zweier Lederfabrikanten errichtet.

Die Gruftkapelle Doerr und Reinhart in Worms.

Nikolaus Andreas Reinhart und Johann Baptist Doerr hatten ihre Fabrik 1840 gegründet und waren 1871 respective 1892 gestorben. Die Gruftkapelle ist im Stil eines neugotischen Zentralbaus in Form eines griechischen Kreuzes errichtet. Die vier rechteckigen Apsiden decken steile Satteldächer. Die Vierung und die vier Seitenräume überspannen Kreuzrippengewölbe. Zentral oberhalb der Vierung ist über dem Kreuzungspunkt der Dachflächen eine achteckige Laterne angebracht. Sie besteht in der unteren Hälfte aus acht Säulen, die einen geschlossenen Helm tragen, der wiederum reich mit Krabben verziert ist.

Quelle: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

(24.06.2021)