Das US-Startup Parting Stone macht aus der Asche von Verstorbenen oder Haustieren kieselgroße Steinchen

40 bis 60 „verfestigte Überreste“ entstehen aus der Asche eines Verstorbenen.

Die Angehörigen sollen diese „verfestigten Überreste“ nah bei sich haben oder mit sich tragen können

Das US-amerikanische Startup „Parting Stone“ (Abschiedsstein) macht aus der Asche Verstorbener kieselgroße Steine, die die Angehörigen in die Hand nehmen, bei sich tragen oder irgendwo in bestimmten Formen auslegen können. „Wir meinen, dass Familienangehörige eine sinnvolle Verbindung zu den sterblichen Überresten ihrer Verstorbenen spüren sollten“, wird das Konzept auf der Website der Gründer umrissen.

In Deutschland und Österreich wäre das nicht erlaubt, denn es gilt die so genannte Friedhofspflicht. In der Schweiz wäre es möglich.

Die Abläufe bei Parting Stone sind folgendermaßen: die Asche wird von den Angehörigen oder von Begräbnifirmen zum Sitz von Parting Stone in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico geschickt. Dort wird zunächst wird aus der Asche ein feines Pulver hergestellt, das sich mit Hilfe eines Bindemittels in eine Masse ähnlich dem Ton wandelt. Das Verfahren ist zum Patent angemeldet.

Die daraus geformten Steinchen, üblicherweise der Form von Kieseln, werden in einem Ofen gebrannt, anschließend poliert und an die Angehörigen zurückgeschickt.

Die „verfestigten Überreste“ können nach dem Brennen unterschiedliche Farben haben.

Parting Stone hat dafür den Begriff der „verfestigten Überreste“ kreiert. Pro Person entstehen zwischen 40 bis 60 Steinchen unterschiedlicher Größe. Natürlich funktioniert das Verfahren auch bei verstorbenen Haustieren.

Weiter heißt es auf der Webpage: „Jeder Satz der verfestigten Überreste ist anders und variiert in Farbe, Textur, Form, Größe und Art der Feststoffe. Verfestigte Überreste sind etwa so hart wie echte Steine und zerfallen nicht in Wasser.“

Jedoch kann je nach Person die Farbe variieren: „Viele der Steine sind weiß oder haben einen Blau- oder Grünton, aber manchmal gibt es auch radikale Variationen wie schokoladenbraun, lavendel, honigfarben oder blau gesprenkelt.“

Und schließlich: „Verfestigte Überreste fühlen sich an wie Flusskiesel. Das Material ist sauber und dauerhaft wie Keramik. Die Feststoffe lösen sich nicht in Wasser auf und lassen sich nicht mit dem Fingernagel zerkratzen. Sie werden uns auf der Erde überdauern.“

Parting Stone

Fotos: Parting Stone

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(20.09.2021)