Ein Webportal zeigt Beispiele für die Neunutzung von Klöstern, wenn die Ordensgemeinschaften zu klein geworden oder weggezogen sind

Zu den Berühmtheiten unter den hiesigen Klöstern zählt die Abtei Eberbach im Rheingau. Dort wurde in den 1980ern der Film „Der Name der Rose“ gedreht. Foto: Ferdinand Puhe / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>, <a href=" https://en.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons_license"target="_blank">Creative Commons License</a>

Klöster sind Aushängeschilder der Baukultur in Deutschland

Mehr und mehr Orden müssen sich von ihren Klöstern trennen, weil die Gemeinschaften zu klein geworden sind. Das neue Portal Zukunftkulturraumkloster.de bietet Unterstützung und Lösungen für drängende Fragen, die bei der Suche nach neuen Nutzungen anstehen – für kulturelle, soziale und seelsorgerische Aufgaben, für Arbeit oder Wohnen. Zielgruppe sind nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch Gemeinden und Landkreise.

Klöster sind Aushängeschilder der Baukultur in Deutschland, sie prägen Ortsbilder und sind ein gutes Stück Heimat. Meist stehen bei ihren Baumaterialien heimische Steinsorten im Mittelpunkt.

Das neue Portal zeigt gelungene Beispiele aus Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und der Schweiz, wie ehemalige Klöster zur Herberge, zu einem kulturellen Veranstaltungsort oder zur Wohnstätte werden können. Andere Möglichkeiten sind Gastronomie, Agrarwirtschaft, Bildung und Erziehung oder Handel und Gewerbe, um nur einige zu nennen.

Dafür hat der eingetragene Verein „Zukunft Kulturraum Kloster“ zahlreiche Klöster besucht und 16 Hintergrund-Interviews mit Ordensgemeinschaften, Nachnutzern und Kommunen geführt. Der Verein wurde 2020 gegründet, um das vorhandene Wissen über eine behutsame Transformation von Klöstern nutzbar zu machen.

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) fördern das Portal.

Zukunft Kulturraum Kloster

(04.11.2021)