Neuigkeiten zur Stone+tec 2022 (22. – 25. Juni): eine neue Projektleiterin, erstmals ein Kongress, mehr Innenarchitektur und mehr internationale Aussteller

Simone Krog ist die neue Projektleiterin der Stone+tec. Screenshot von der Pressekonferenz.

Die Naturstein-Schau in Nürnberg will sich mit Denkanstößen für die Branche als Kompetenzzentrum und Ideengeber profilieren

Simone Krog ist die neue Projektleiterin der Stone+tec 2022 (22. – 25. Juni). Sie zeigte sich bei einer Pressekonferenz kurz online beziehungsweise live vor den Kameras. Mit dem Satz „Sie hat ein Herz für Naturstein“ wurde sie knapp vorgestellt.

Im Mittelpunkt der Pressekonferenz standen das Konzept der AFAG Messen und Ausstellungen GmbH als neuem Veranstalter. Eben so ging es um der Stand der Dinge zu den Ausstellerbuchungen.

Zwei Neuigkeiten hob Henning Könicke, AFAG-Geschäftsführer, hervor: zum einen gibt es als Teil des Rahmenprogramms erstmals einen Kongress, und zum anderen will die Branchenschau wieder internationaler werden. Könicke erwartet eine „große italienische Gemeinschaftspräsenz“ und ist unter anderem mit Verbänden aus der Türkei und Brasilien im Gespräch.

Was die Zahl der Aussteller angeht, hofft er auf 250. Aktuell sei man auf dem Stand, wie er bei den Vorläufermessen (ohne Corona) zu beobachten war. Ein Schub an Buchungen sei zu erwarten, wenn das Ende der epidemischen Notlage – angekündigt von der Regierungskoalition für Mitte März – offiziell verkündet wird.

Für die 3 großen Schwerpunkte dieser Stone+tec – Technik, Stein, Grabmal – sind aktuell die Hallen 9, 10 und 11 vorgesehen. Als Erweiterung habe man die Halle 12 schon in den Blick genommen.

Mit dem Kongress will die AFAG diese Ausgabe der traditionsreichen Branchenschau stärker als bisher als „Kompetenzzentrum“ etablieren. Anlocken will man Architekten, indem sie beim Kongress Fortbildungspunkte sammeln können. Außerdem ist neu, dass das Thema Innenarchitektur größer als bisher gespielt wird und man dafür eine Kooperation mit dem Verband eingegangen ist.

Höhepunkt der Veranstaltungen im Bereich Architektur wird die Verleihung des Deutschen Natursteinpreises sein. Der Steinmetzverband BIV will sein neues Konzept für die Nachwuchsgewinnung erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

Im Kongressteil zum Thema Grabmal wird es vor allem um die Frage gehen, was Friedhöfe zur Entwicklung der Kommunen beitragen können. Trendforscher Matthias Horx wird einer der Referenten sein.

Eine weitere Neuheit ist die „Innovation Area“ am Messe-Eingang West, wo Neuigkeiten nicht nur gezeigt, sondern auch vorgeführt werden.

Bei der Pressekonferenz getonten verschiedene Firmenvertreter, welche Bedeutung sie der Stone+tec als solcher und Live-Messen im Allgemeinen beimessen. Nur durch Begegnung und Austausch könne eine Branche vorankommen, indem sich die Beteiligten über die aktuellen Wünsche der Kunden austauschten und so mit besseren Dienstleistungen und Produkten auf den Markt kämen.

Hermann Graser, Vorsitzender des Natursteinverbands (DNV), appellierte an die heimischen Steinbruchfirmen, die Gunst der Stunde zu nutzen: „Die Nachfrage nach regionalen Materialien steigt enorm“, so seine Analyse der wirtschaftlichen Aussichten, also sollten die Firmen sich und ihre Steine auch der Öffentlichkeit präsentieren.

Stone+tec, (22. – 25. Juni 2022)

(24.02.2022)