Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) kündigt nach der Regierungsklausur in Schloss Meseberg eine Exzellenzinitiative für die Berufliche Bildung an

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Quelle: Screenshot

Der Minister will das Lernen in Betrieb und Berufsschule „auf Augenhöhe“ mit den Hochschulen bringen

„Sehr konkrete Maßnahmen“ zur Förderung der Berufsbildung kündigte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) auf der Abschlusskonferenz zur Regierungsklausur in Schloss Meseberg Ende August 2022 an. Eine dieser Maßnahmen sei eine Exzellenzinitiative für die berufliche Bildung nach der Art der Begabtenförderung, wie es sie für Studenten gibt. Konkret heiße das: „Die Begabtenförderwerke, mit denen Akademiker unterstützt werden, sollen künftig auch für Auszubildende geöffnet werden.“

Die Initiative sei bei den Gesprächen in Schloss Meseberg zwar nicht beschlossen, aber „ins Auge gefasst worden“, so der Minister. Die FDP hatte in ihrem Regierungsprogramm 2021 bereits ein „Update (für das) System der beruflichen Bildung“ angekündigt.

Lindner verwies in seinem Statement darauf, dass es auch in der beruflichen Bildung „Top-Talente“ gebe, die eine Förderung verdienten und denen Karrierewege geöffnet werden müssten.

Bildungspolitisch sei sein Ziel, den Stellenwert der beruflichen Bildung zu heben. Das Lernen im Betrieb und in der Berufsschule solle „auf Augenhöhe mit den akademischen Berufen“ kommen, so der Minister.

Er verwies auch auf die wirtschaftliche Bedeutung seines Appells: bei allen „Zukunftsfragen wie Digitalisierung oder ökologische Transformation der Gesellschaft“ sei die Frage nach den Fachkräften zu stellen, die die Ideen umsetzten. Seine Beispiele: „Irgendjemand muss die Wärmepumpe installieren und irgendjemand muss die Kabel verlegen.“

Gebraucht würden „Profis aus der Praxis“.

Video, ab Minute 14:25

(01.09.2022)