Premios Macael: Spaniens König und Königin zollten der Steinbranche in der Provinz Almeria die Anerkennung des Staates

Don Felipe (links) und Doña Letizia bei der Preisverleihung. Quelle: Casa de S.M. el Rey

Don Felipe und Doña Letizia überreichten die Preise bei der Gala zu den Premios Macael / Vor 20 Jahren hatte die TV-Journalistin Letizia Ortiz das Event noch selber moderiert

Hohe Anerkennung zollte der spanische Staat der Steinbranche in der Provinz Almeria, und gleichzeitig zog sich eine kleine Märchengeschichte durch die Gala zur Verleihung der Preise des Marmors Macael (Premios Macael): König Felipe VI. (54) und Königin Letizia (50), in der Landessprache: Don Felipe und Doña Letizia, waren zu dem festlichen Termin erschienen und überreichten die Preise an die 10 Gewinner. Zum 35. Mal wurde der Preis vergeben, und nun kam tatsächlich der König vorbei, und damit nicht genug: Letizia hatte im November genau 20 Jahre zuvor die Veranstaltung selber moderiert, damals noch unter dem Namen Letizia Ortiz und in ihrer Rolle als Journalistin bei einem Fernsehkanal.

Vor dem Gebäude in der Stadt Macael, dem Zentrum der Gewinnung des weißen Marmors mit diesem Namen, jubelten die Bürger, und allerhand Prominenz war mit dem Königspaar angereist, angefangen von Staatsministern bis hin zu Lokalpolitikern. Die Zahl der Gäste betrug fast 650 (2021 waren es 450 gewesen), wie der Verband der Marmorfirmen in der Provinz Almeria (AEMA) auf seiner Webpage mitteilt. Er ist der Veranstalter des jährlichen Events, mit dem die Schönheit des heimischen Marmors und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Branche beworben wird.

So lobte der König in seiner Rede das Können das Marmorleute aus Macael und der Region drumherum und den Wert ihrer Arbeit. Er und die Königin seien gekommen, um der Branche „unsere aufrichtigen Glückwünsche zu übermitteln“.

Laut Pressemitteilung des Hofes erwähnte er auch die neu geschaffene Kategorie bei den Premios Macael für Nachhaltigkeit in der Produktion, und wies darauf hin darauf, dass laut Veranstalter die Gala selber klimaneutral ausgerichtet wurde.

AEMA-Verbandschef Jesús Posadas zeigte sich glücklich, dass endlich der höchste Vertreter des Staates den Weg nach Macael gefunden hatte und nahm gleich die Gelegenheit war, auf großer Bühne um mehr Unterstützung für seine Branche zu kämpfen. Er erneuerte seine Forderung, dass die Marmorwirtschaft in den Kreis der Wirtschaftszweige mit strategischer Wichtigkeit aufgenommen werden müsse und mahnte die zügige Fertigstellung der Marmorautobahn von Caniles nach Fines oder den Hochgeschwindigkeitszug in die Region an.

Für den „Plano Crece Industria de la piedra natural en Andalucía“ (Plan Wachstum der Steinindustrie in Almeria) forderte er angemessene Finanzmittel.

Zur Gala gehört traditionell auch der „Encuentro Internacional de la Piedra“ (Internationales Natursteintreffen), zu dem Spaniens Exportförderung Steineinkäufer einlädt. Diesmal kamen die Gäste aus Katar, Aserbaidschan, der Tschechischen Republik, Frankreich und Großbritannien, laut Verband alles strategisch wichtige Zielländer.

In einem separaten Artikel werden wir die preisgekrönten Projekte vorstellen.

Last but not least: „Für den Abend hatte sich die Königin für ein mitternachtsblaues Kleid entschieden, eine Farbe, die sie auch bei ihren letzten öffentlichen Auftritten gewählt hatte.“ Das kann man nachlesen auf der Webpage der Tagezeitung La Vanguardia, wo es auch ein Video von der Preisverleihung gibt.

Webpage des Königshauses (spanisch)

Macael Marmol (spanisch)

La Vanguardia (spanisch)

Ayuntamiento Macael (spanisch)

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(18.11.2022)